Sportprüfung der Berliner Polizei

Bei der Polizei Berlin erwartet Sie ein Sporttest in zwei Disziplinen.

Ihre Bewerbung war der erste Schritt zu einer Ausbildung oder einem Studium bei der Polizei in Berlin. Mit dem Einstellungstest haben Sie nun den zweiten Schritt vor sich. Dabei umfasst das Auswahlverfahren mehrere Bausteine.

Hierzu gehören ein schriftlicher Eignungstest am PC, ein Vorstellungsgespräch und eine polizeiärztliche Untersuchung.

Außerdem steht ein Sporttest auf dem Programm. Und um den Sportteil beim Einstellungstest kümmern wir uns in diesem Beitrag.

Sporttest Polizei Berlin: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wenn Sie den PC-Test bestanden haben, können Sie an der Sportprüfung teilnehmen.
  • Der sportliche Eignungstest findet auf dem Polizeigelände in der Charlottenburger Chaussee statt.
  • Der Sporttest umfasst zwei Bausteine, nämlich einen Hindernisparcours und einen 2.000-Meter-Lauf.
  • Der Hindernislauf wird in der Sporthalle durchgeführt.
  • Den 2.000-Meter-Lauf absolvieren Sie draußen.

Bei der Berliner Polizei können Sie eine Ausbildung im mittleren Dienst oder ein Studium im gehobenen Dienst absolvieren. Der Einstellungstest ist für Bewerber beider Laufbahnen gleich.

Das Auswahlverfahren beginnt damit, dass Sie sich online registrieren und anschließend Ihre Online-Bewerbung abgeben. Die Polizei prüft daraufhin, ob Sie die formalen Einstellungsvoraussetzungen erfüllen. Ist das der Fall, werden Sie per E-Mail zu einem Vortest eingeladen. Der Vortest wird webbasiert durchgeführt. Das bedeutet, dass Sie einen Online-Test von zu Hause aus machen. Die Aufgaben, die Sie dabei lösen müssen, ähneln den Fragen vom PC-Test beim Eignungstest. Haben Sie den Vortest bestanden, bekommen Sie Ihre Einladung zum Einstellungstest.

Der erste Teil des Einstellungstests findet dann bei der Polizeibehörde in der Keibelstraße in Berlin statt. Hier erwartet Sie ein schriftlicher Test, den Sie am PC bearbeiten. Direkt danach werden Ihre Leistungen ausgewertet. Das Testergebnis ist deshalb wichtig, weil es darüber entscheidet, wie es für Sie weitergeht: Haben Sie die Anforderungen nicht geschafft, ist das Auswahlverfahren für Sie leider an diesem Punkt beendet. Haben Sie den schriftlichen Einstellungstest bestanden, machen Sie sich auf den Weg durch Berlin in die Charlottenburger Chaussee. Denn hier nehmen Sie an der Sportprüfung teil.

Waren Sie beim Sportleistungstest erfolgreich, folgt an einem zweiten Prüfungstag die ärztliche Untersuchung durch den Polizeiarzt und ein persönliches Vorstellungsgespräch. Wir wollen uns jetzt aber den Sportteil des Einstellungstests einmal näher anschauen.

Der Hindernisparcours beim sportlichen Eignungstest der Polizei Berlin

Wie es um Ihre körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit steht, prüft die Berliner Polizei anhand von zwei Disziplinen. Und als erster Baustein steht ein Hindernislauf auf dem Programm. Dafür ist in der Sporthalle ein Parcours mit sechs Stationen aufgebaut.

Sporttest Berliner Polizei, Übung Hindernislauf

Der Parcours ähnelt einem Zirkeltraining, wie Sie es aus der Schule kennen.

Sie laufen an der Startlinie los und arbeiten die einzelnen Stationen dann nacheinander wie folgt ab.

1. Querpferd

Sporttest Berliner Polizei

Das Querpferd überwinden Sie am besten mit einer Flanke.

Als erstes kommen Sie zu einem Querpferd. Das Querpferd ist 110 cm hoch. Ob Sie das Sportgerät mit einer Flanke, einem Hock- oder einem Grätschsprung überwinden, bleibt Ihnen überlassen.

Wichtig ist nur, dass außer Ihren Händen kein anderer Körperteil das Pferd berührt. Ihre Füße oder Ihre Beine beispielsweise dürfen also nicht mit dem Sportgerät in Kontakt kommen.

Wahrscheinlich wird die Flanke deshalb die beste Wahl sein. Aber wenn Sie sich mit einem anderen Sprung sicherer fühlen – nur zu!

 

2. Parallelbarren

Berliner Polizei Parallelbarren beim Hindernislauf

Beim Parallelbarren schwingen Sie einmal nach rechts und einmal nach links.

Die zweite Station ist ein Parallelbarren. Seine Holme sind auf eine Höhe von 140 cm eingestellt.

  • Sie laufen zwischen die beiden Holme und springen in den Stützsprung.
  • Dann schwingen Sie mit Ihren Beinen zwei-, dreimal hin und her, um Schwung zu holen.
  • Anschließend schwingen Sie mit beiden Beinen über den rechten Holm nach rechts.
  • Danach laufen Sie zurück und positionieren sich erneut zwischen den beiden Holmen.
  • Im Stützsprung nehmen Sie wieder Schwung auf und schwingen über den linken Holm nach links.

Auch bei dieser Station gilt, dass Sie den Parallelbarren nur mit Ihren Händen berühren dürfen.

3. Stufenbarren

Sporttest Berliner Polizei Stufenbarren

Den Stufenbarren überwinden Sie mit einem Unterschwung über den hinteren Holm.

Als drittes Hindernis haben Sie einen Stufenbarren vor sich. Der vordere Holm steht 190 cm hoch, der hintere Holm 120 cm.

Sie greifen mit beiden Händen den oberen Holm und schwingen dann mit Beinen nach vorne über den unteren Holm.

Dabei dürfen nur Ihre Hände den vorderen, oberen Holm berühren. Andere Körperteile dürfen keinen Kontakt zum Sportgerät haben.

Sporttest Beliner Polizei Rollen auf der Matte

Die Matten passieren Sie mit einer Rolle vorwärts und einer Rolle rückwärts.

4. Turnmatten

Nach dem Stufenbarren kommen Sie zu zwei Turnmatten.

Hier machen Sie auf der ersten Turnmatte eine Rolle vorwärts und auf der zweiten Turnmatte eine Rolle rückwärts. Ob Sie die Matten mit Turnerrollen oder Judorollen überwinden, entscheiden Sie selbst.

5. Bock

Sporttest Berliner Polizei, Bock beim Hindernislauf

Den Bock überspringen Sie mittels Grätsche.

Als vorletzte Station steht ein 110 cm Bock bereit. Ihn überwinden Sie mittels Grätschsprung.

Klar, dass auch hier nur Ihre Hände Kontakt zum Sportgerät haben dürfen.

6. Holzwand

Berliner Polizei Holzwand beim Sporttest

Über die Hinderniswand müssen Sie drüber – egal wie.

Mit einer Hinderniswand haben Sie die letzte Station vor sich. Die Wand ist 180 cm hoch und vor ihr steht ein Kasten.

Wie Sie über die Holzwand klettern, spielt keine Rolle. Entscheidend ist nur, dass Sie die Holzwand überwinden.

Sind Sie über die Holzwand geklettert, laufen Sie ins Ziel. Damit ist der Hindernislauf geschafft!

Worauf kommt es bei dieser Aufgabe an?

Beim Hindernisparcours kommt es auf zwei Dinge an. Der erste Punkt ist, dass Sie alle Hindernisse in der geforderten Art überwinden müssen. Sie dürfen keine Station auslassen oder zwischendurch aufgeben, weil Sie glauben, die jeweilige Übung nicht zu schaffen.

Und der zweite Punkt ist, dass Sie die ganze Zeit über in Bewegung bleiben müssen. Es gibt für den Parcours zwar keine Zeitvorgabe. Aber Sie dürfen sich eben auch nicht wenig Zeit lassen und gemütlich über das Feld schlendern. Vielmehr müssen Sie den Parcours im Laufschritt absolvieren. Und Sie dürfen zwischendurch nicht stehenbleiben.

Der 2.000-Meter-Lauf beim Sporttest der Polizei Berlin

Haben Sie den ersten Teil der Sportleistungsprüfung hinter sich gebracht, geht es draußen weiter. Als zweite Disziplin steht jetzt nämlich ein Dauerlauf über 2.000 Meter an. Und diesen Lauf machen Sie nicht in der Turnhalle. Stattdessen drehen Sie Ihre Runden im Freien auf dem Sportplatz. Warum die Polizei in Berlin das so macht, erfahren Sie gleich noch.

Jedenfalls legen Sie nun also im Dauerlauf eine Strecke von zwei Kilometern zurück. Entscheidend dabei ist aber nicht nur, dass Sie die Distanz schaffen. Vielmehr steht Ihnen nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Für den 2.000-Meter-Lauf sind nämlich folgende Zeitvorgaben als Anforderung festgelegt:

Bewerber unter 30 Jahrenhöchstens 9:20 Minuten
Bewerber ab 30 Jahrenhöchstens 9:50 Minuten
Bewerberinnen unter 30 Jahrenhöchstens 11:20 Minuten
Bewerberinnen ab 30 Jahrenhöchstens 11:50 Minuten

Schaffen Sie die Strecke nicht oder brauchen Sie länger, haben Sie die Sportprüfung leider nicht bestanden. Damit sind Sie gleichzeitig durch den gesamten Einstellungstest durchgefallen und scheiden aus dem weiteren Auswahlverfahren aus.

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Wie werden meine Leistungen benotet?

Ob Sie, je nach Ihrer Bewerbung, in den mittleren oder gehobenen Polizeivollzugsdienst eingestellt werden, hängt von Ihrer Platzierung in der Rangliste ab. Auf welchem Platz Sie landen, richtet sich nach dem Ergebnis, das Sie beim PC-Test erzielt haben. Je besser Sie beim schriftlichen Einstellungstest waren, desto weiter vorne stehen Sie in der Rangliste. Die endgültige Entscheidung fällt, wenn der Polizeiarzt grünes Licht gibt, Ihre Leumundsprüfung positiv ist und Sie bei der persönlichen Vorstellung überzeugen konnten.

Die Sportprüfung hat keinen direkten Einfluss auf Ihre Ranglisten-Position. Sie müssen den Sportleistungstest zwar bestehen. Denn wenn Sie am körperlichen Leistungstest scheitern, scheiden Sie aus dem Auswahlverfahren aus. Eine Ausbildung bei der Polizei und eine Einstellung in den Polizeivollzugsdienst sind damit ausgeschlossen. Zumindest gilt das für den Einstellungstermin, für den Sie sich beworben hatten. Für Ihre Position in der Rangliste zählt aber das Ergebnis vom PC-gestützten Einstellungstest.

Das heißt in anderen Worten: Die Sportleistungsprüfung entscheidet darüber, ob Sie in die Rangliste aufgenommen werden – aber nicht, wo in der Rangliste Sie stehen.

Wie schwer ist der sportliche Eignungstest (wirklich)?

Egal, ob Sie ein Mann oder eine Frau sind, und unabhängig davon, ob Sie sich für den mittleren Dienst oder den gehobenen Dienst bewerben: Der Einstellungstest der Polizei Berlin ist für alle Bewerber gleich. Doch gerade um den Sporttest ranken sich zahlreiche Mythen. So manche Erzählung klingt nach einer echten Horrorgeschichte über eine Prüfung, mit der selbst ein Spitzensportler in Top-Form seine Schwierigkeiten hätte. Aber ist da etwas dran? Ist der sportliche Eignungstest wirklich so schwer?

Natürlich ist der Sporteignungstest kein Kinderspiel. Aber er ist längst nicht so schwer, wie gerne behauptet wird. Vor allem dann nicht, wenn Sie wissen, was die Ideen hinter den beiden Übungen sind. Und wenn Sie sich entsprechend vorbereitet haben.

Der Hindernislauf stellt eine Verfolgungsjagd nach

Mit dem Hindernisparcours möchte die Polizei die Verfolgung eines Flüchtigen simulieren. Die Polizei möchte sehen, ob Sie in der Lage sind, jemandem hinterherzulaufen, auch wenn das Gelände schwieriger ist oder Sie auf Ihrer Verfolgungsjagd Hindernisse überwinden müssen. Im Dienst kommen solche Situationen schließlich regelmäßig vor. Und wenn eine Person, die Sie stellen möchten, plötzlich wegläuft, können Sie auch nicht vor jeder kleinen Mauer oder jedem Gartentürchen stehenbleiben und überlegen, wie Sie dort wohl am besten drüber kommen. Sonst wäre der Flüchtige längst über alle Berge.

Andererseits ist der Parcours nicht viel anders als ein klassisches Zirkeltraining, das Sie im Turnunterricht in der Schule vermutlich schon viele Male gemacht haben. Und objektiv betrachtet, ist er auf dem Niveau der sechsten, vielleicht siebten Klasse. Als angehender Polizist sollten Sie den Hindernislauf also eigentlich ohne größere Schwierigkeiten schaffen. Tatsächlich scheitern auch nur sehr wenige Bewerber an diesem Baustein der Sportprüfung.

Der Dauerlauf ahmt die Belastung im Dienst nach

Deutlich anspruchsvoller als der Hindernisparcours ist der Dauerlauf. Denn zum einen brauchen Sie eine gute Kondition, um die 2.000 Meter in der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Und zum anderen kann es gut sein, dass das Wetter die Bedingungen erschwert. Der Lauf findet nämlich draußen, auf dem Sportplatz statt.

Ob die Sonne scheint oder ob es regnet und ob es eher kühl oder sehr warm ist, spielt dabei keine Rolle. Und das hat einen guten Grund: Die Polizei kann ihre Arbeit nicht vom Wetter abhängig machen. Sie kann nicht sagen, dass sie einen Einsatz nicht fährt, nur weil es draußen sehr warm ist, regnet oder schneit. Und gerade bei Sommerhitze wird der Dienst doppelt anstrengend, wenn Sie Ihre kugelsichere Weste, feuerfeste Kleidung oder gleich die komplette Schutzausrüstung mit Helm und Schutzschild anlegen müssen.

Hinzu kommt, dass viele Bewerber ohnehin unterschätzen, wie körperlich anstrengend der Polizeiberuf ist. Immerhin arbeiten Sie in Wechselschichten und haben lange Dienste. Als Polizist verbringen Sie zwar recht viel Zeit am Schreibtisch. Aber Sie gehen eben auch auf Streife und haben in einer Schicht manchmal Einsätze im Minutentakt. Trotzdem müssen die Einsätze gemacht werden, egal wie kaputt Sie vielleicht schon sind. Und genau diese Belastungen simuliert die Polizei in Berlin durch den Dauerlauf.

Wie kann ich mich am besten auf die Sportprüfung vorbereiten?

Es ist sehr wichtig, dass Sie sich gezielt auf den sportlichen Eignungstest vorbereiten. Denn aus dem Stand heraus werden Sie die Prüfung kaum schaffen. Der Hindernislauf ist zwar machbar, wenn Sie einigermaßen sportlich sind. Zumal Sie sich auf der Internetseite der Berliner Polizei ein Video davon anschauen können.

Beim 2.000-Meter-Lauf sieht die Sache aber schon anders aus. Dafür sollten Sie trainieren. Und beziehen Sie in Ihre Vorbereitung die Komponenten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Geschicklichkeit ein. Damit haben Sie alles abgedeckt, was Sie brauchen, um den Sporteignungstest erfolgreich zu meistern. Bleibt nur noch die Frage, wie Sie denn nun trainieren können.

Ein Plan für das Lauftraining

Zunächst einmal ist ratsam, nicht zu spät mit der Vorbereitung zu beginnen. Eine oder zwei Wochen werden nicht ausreichen, um die körperliche Fitness auf ein solides Niveau zu bringen. Das gilt auch dann, wenn Sie sportlich sind. Denn beim Einstellungstest entsteht eine besondere Situation. Vermutlich werden Sie angespannt und nervös sein. Außerdem haben Sie zu diesem Zeitpunkt schon den schriftlichen Teil des Einstellungstests und die Fahrt zum Sportgelände hinter sich. Es kann also gut sein, dass Sie allmählich müde werden. Eine gute Ausdauer und solide Energiereserven sind dann umso wichtiger, damit Sie gute Leistungen abrufen können.

Je nach Leistungsstand sollten Sie spätestens sechs Wochen vor dem Test mit Ihrer Vorbereitung beginnen. Und Ihr Trainingsplan könnte dann wie folgt aussehen:

  • Trainieren Sie dreimal pro Woche, jeweils mit mindestens einem Tag Pause dazwischen. Ihr Körper braucht die Pausen, damit er sich erholen und die Fortschritte verarbeiten kann.
  • Kümmern Sie sich zuerst um die Distanz. Am Anfang des Trainings geht es also darum, dass Sie die 2.000 Meter schaffen. Laufen Sie dazu locker los. Wenn Sie merken, dass Sie nicht mehr können, gehen Sie zügig weiter. Es macht nichts, wenn Sie immer wieder längere Gehpausen machen müssen. Wichtig ist nur, dass Sie die Strecke schaffen und dabei die ganze Zeit über in Bewegung bleiben.
  • Das richtige Lauftempo für diesen Abschnitt des Trainings haben Sie gefunden, wenn Sie sich beim Laufen gerade so noch unterhalten könnten.
  • Im Verlauf des Trainings verlängern Sie die Phasen, in denen Sie laufen, zunehmend. Gleichzeitig verringern Sie die Gehpausen dazwischen. Das setzen Sie fort, bis Sie die gesamte Strecke durchlaufen können.
  • Schaffen Sie die 2.000 Meter ohne große Gehpausen dazwischen, können Sie damit anfangen, an Ihrem Tempo zu arbeiten. Dafür laufen Sie locker los. Gegen Ende des Laufs ziehen Sie dann die Geschwindigkeit an.
  • Anschließend verlängern Sie auch hier das Intervall. Den Moment, ab dem Sie schneller laufen, verlegen Sie also immer weiter nach vorne.

Intervalltraining als Ergänzung

Ihre Laufeineinheiten sollten Sie regelmäßig um ein sogenanntes Intervalltraining ergänzen. Das Intervalltraining ist sehr effektiv, wenn es darum geht, die Ausdauer zu steigern und die Schnelligkeit zu erhöhen. Außerdem wird Ihnen das Intervalltraining dabei helfen, sich Ihre Energie beim Dauerlauf gut einzuteilen.

Das Intervalltraining ist eine Mischung aus Sprints und Gehpausen. Sie laufen also eine gewisse Zeit lang möglichst schnell und erholen sich danach, indem Sie zügig weitergehen. Durch das Gehen senkt sich Ihr Puls und Sie sammeln Kraft für den nächsten Sprint. Diese Abfolge wiederholen Sie mehrfach. Dabei erhöhen Sie im Verlauf des Trainings die Anzahl und die Dauer der Phasen, in denen Sie flott laufen. Ein bewährtes Schema lautet so:

Intervalltraining als Vorbereitung auf den Sporttest in Berlin

Steigern Sie nach und nach die Anzahl und die Länge der Sprints!

Weitere Elemente Ihrer Vorbereitung

Immer nur ein Lauftraining wäre auf Dauer wohl etwas langweilig. Außerdem sollten Sie ja nicht nur Ihre Ausdauer trainieren, sondern auch Ihre Kraft und Ihre Geschicklichkeit. Bringen Sie deshalb Abwechslung in Ihren Trainingsplan. Gut geeignet sind beispielsweise:

  • Schwimmen und Radfahren für die Kondition
  • Seilspringen für die Ausdauer und die Geschicklichkeit
  • Hürdenläufe, Sprungläufe und Weitsprung für die Sprungkraft
  • Liegestütze, Klimmzüge, Sit-ups und Hanteltraining für die Kraft und die Stärkung der Muskulatur
  • Strecksprünge aus der Hocke oder der Bauchlage für die Geschicklichkeit und die Bewegungsschnelligkeit

Und zum Schluss noch 3 Tipps

Gut vorbereitet, sollte beim Sporttest eigentlich nichts schiefgehen. Doch um ganz sicher zu gehen, haben wir zum Schluss noch drei sehr wichtige Tipps für Sie:

 
  • Laufen Sie nicht zu schnell los. Wenn Sie sich am Anfang auspowern, geht Ihnen gegen Ende die Puste aus. Nutzen Sie also die ersten ein, zwei Runden, um Ihren Rhythmus zu finden. Laufen Sie dann gleichmäßig und ziehen Sie das Tempo erst im letzten Drittel an.
  • Machen Sie den Dauerlauf nicht zu einem Wettbewerb. Kümmern Sie sich nicht darum, wie die anderen Bewerber laufen. Sie müssen die anderen Bewerber weder überholen noch abhängen. Andersherum kann es Ihnen egal sein, ob Sie überholt werden. Konzentrieren Sie sich auf sich und Ihr Tempo!
  • Sie dürfen nicht stehenbleiben, weder beim Dauerlauf noch beim Hindernisparcours. Wenn Sie merken, dass Sie keine Kraft mehr haben, dann gehen Sie zügig weiter. Aber bleiben Sie in Bewegung.