Aktualisiert am 18. Juni 2020 von Ömer Bekar

Hallo zusammen!

Ich heiße Bianca und werde bald am Eignungsauswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst bei der Bundespolizei teilnehmen. Im Rahmen meiner Vorbereitung auf die Prüfung habe ich ein Coaching gemacht. Und davon möchte ich Euch berichten.

Der Polizeiberuf als solches hat mich schon immer interessiert. Als ich mich dann intensiver mit meiner beruflichen Zukunft beschäftigt habe, stand recht schnell fest, dass es die Bundespolizei werden soll. Und da ich die schulischen Voraussetzungen und auch die sonstigen Einstellungskriterien erfülle, habe ich mich für einen Einstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst entschieden. Doch zuerst einmal muss ich natürlich den Einstellungstest bestehen.

Für den gehobenen Vollzugsdienst der Bundespolizei besteht das Auswahlverfahren aus vier Bausteinen. So steht als erstes ein schriftlicher Test auf dem Programm, der sich aus einem Deutschtest und einem Intelligenztest zusammensetzt. Ist das geschafft, kommt der Sporttest. Der Sporttest beinhaltet einen Koordinationstest, der eine Abwandlung vom Kasten-Bumerang-Test ist, den Standweitsprung, Liegestütze und einen 12-Minuten-Lauf. An den Sporttest schließt sich ein Assessment-Center an. Im Assessment-Center warten eine Gruppendiskussion, ein Kurzvortrag und ein Einzelinterview. Die letzte Hürde ist dann noch die polizeiärztliche Untersuchung.

Die schriftliche Prüfung bereitet mir nicht unbedingt Kopfzerbrechen. Denn in der Schule bin ich ziemlich gut und ich denke, dass man sich mit Übungsaufgaben gut vorbereiten kann. Ich bin sportlich und fit, so dass auch der Sporttest machbar sein wird. Zumal ich ja weiß, welche Disziplinen drankommen und welche Leistungen ich schaffen muss. Somit kann ich gezielt trainieren. Und auf die Ergebnisse von der polizeiärztlichen Untersuchung kann ich ohnehin nicht viel Einfluss nehmen. Soweit ich weiß, bin ich aber kerngesund.

Die größte Herausforderung werden für mich definitiv die mündlichen Prüfungsteile sein. Denn ich kann mich nicht so gut verkaufen und brauche immer ein bisschen, bis ich mich sicher fühle und voll einbringen kann. Da ich den Einstellungstest aber unbedingt bestehen will, habe ich mich dazu entschlossen, ein Coaching zu buchen.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ganz schön skeptisch war. Denn die Beschreibungen klangen zum Teil nach seriösem Jobtraining, zum Teil aber auch nach esoterischem Psychokram. In meinem Bekanntenkreis haben ebenfalls viele abgewunken und gesagt, dass so ein Seminar rausgeschmissenes Geld und verschwendete Zeit ist. Klar kostet so ein Einzelcoaching eine Stange Geld. Ich dachte mir aber, dass ich damit in meine Zukunft investiere. Wenn mir das Coaching dabei hilft, künftig sicherer und selbstbewusster aufzutreten und meine Stärken besser auszuschöpfen, kommt mir das ja nicht nur beim Einstellungstest, sondern generell zugute. Zumal ich als hoffentlich bald Bundespolizistin lernen muss, meine Schüchternheit zu überwinden.

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Kurz nachdem ich das Seminar gebucht hatte, konnte ich mir auch schon einen Termin aussuchen. Das Einzelcoaching dauert einen ganzen Tag lang. Nach der wirklich sehr netten Begrüßung und ein bisschen Smalltalk ging es mit einem Test los. Dieser Test zielte darauf ab, wie ich mich selbst einschätze und wo ich meine Stärken und meine Schwächen sehe. Diese Selbsteinschätzung bildete die Grundlage für die weiteren Gespräche und Übungen. Die Trainerin ging Punkt für Punkt mit mir durch und fragte immer wieder nach, bis mein Profil irgendwann fertig war. Gemeinsam arbeiteten wir dann an einer Strategie, wie ich meine Stärken möglichst gut verkaufen kann.

Danach ging es mit Inhalten weiter, die sich ganz gezielt auf den Einstellungstest bezogen. Dazu gehörten beispielsweise die Selbstpräsentation beim Einzelinterview, typische Fragen, die gestellt werden, und die richtige Vorgehensweise beim Vorbereiten und Halten des Kurzvortrags. Dabei bekam ich aber keine Vorschläge oder Formulierungshilfen. Stattdessen musste ich mir die Antworten selbst überlegen und erhielt dann ein Feedback und natürlich Tipps dazu. Außerdem erklärte mir die Trainerin, worauf ich achten muss und wie ich ungefähr abschätzen kann, worauf die Fragen oder Aufgaben abzielen. Aber sie sagte mir auch, dass ich mich nicht verrückt machen und nicht als Hobby-Psychologe versuchen, sondern ich selbst bleiben soll.

Damit ich noch besser vorbereitet in die Prüfung gehen kann, spielten wir zudem verschiedene Übungen wie beispielsweise die Postkorbübung oder einen Kurzvortrag durch. Auch die Situation beim Einzelgespräch stellten wir nach, inklusive kniffliger Fragen.

Neben Strategien gab mir die Trainerin jede Menge Ratschläge und Hilfen für den Einstellungstest und für den Berufsalltag im Polizeidienst mit auf den Weg. Außerdem nannte sie mir Übungen, die ich in meine Vorbereitung einbauen kann. Und sie verriet mir ein paar ganz praktische SOS-Tipps, falls ich beim Einstellungstest beispielsweise sehr nervös sein oder einen Blackout haben sollte. Im Laufe des Tages kam auch kurz ein Polizist vorbei, der von seinem Berufsalltag erzählte und den ich mich Fragen löchern konnte. Er war zwar bei der Bremer Polizei tätig, interessant war es aber trotzdem.

Bei der Verabschiedung wies mich die Trainerin noch einmal darauf hin, dass ich alle Online-Tests kostenfrei abrufen und durcharbeiten kann. Das wusste ich aber schon und den einen oder anderen Test hatte ich auch schon gemacht.

Natürlich kann jeder über solche Coachings denken, was er will. Und bestimmt ist ein Vorbereitungsseminar nicht für jeden das Richtige. Wenn jemand beispielsweise nur Unterstützung bei den schriftlichen Testteilen braucht oder seine sportliche Fitness auf Vordermann bringen will, wird ihm ein Einzel- oder Gruppenseminar eher weniger bringen. Mir ging es in erster Linie darum, an einem souveränen und selbstbewussten Auftritt zu arbeiten. Und in dieser Hinsicht konnte ich viele Erkenntnisse aus dem Coaching mitnehmen. Alleine hätte ich das so vermutlich nicht hinbekommen. Allerdings war ich auch bereit, mich auf das Coaching einzulassen und die Ratschläge anzunehmen. Und ich bin guter Dinge, dass ich das Wissen und die Ratschläge beim Einstellungstest auch tatsächlich umsetzen kann.

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