Sporttest Polizei MV

Beim Sporttest der Polizei Mecklenburg-Vorpommern erwarten Sie vier Übungen.

Die Polizei M-V hat Sie zum Einstellungstest eingeladen? Dann erwartet Sie in Güstrow ein Auswahlverfahren mit mehreren Bausteinen. Dazu zählen eine schriftliche Prüfung, ein mündlicher Testteil und die Untersuchung durch den Polizeiarzt. Außerdem steht ein Sporttest auf dem Programm.

Wie die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern Ihre körperliche Fitness testet, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag. Und ein paar Tipps für Ihre Vorbereitung geben wir Ihnen natürlich auch mit auf den Weg.

Sporttest Polizei Mecklenburg-Vorpommern: das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Sportprüfung findet, wie der gesamte Einstellungstest, an der Fachhochschule in Güstrow statt.
  • Der Sporttest umfasst vier Teile, nämlich einen Wendelauf, den Dreierlauf, Klimmzüge und einen Konditionstest.
  • Für jede Übung bekommen Sie Punkte. Diese werden zusammengezählt und in eine Schulnote umgerechnet.
  • Damit Sie den sportlichen Leistungstest bestehen, müssen Sie mindestens die Schulnote 4 erreichen.

Bei der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern haben Sie für Ihre Polizeiausbildung zwei Laufbahnen zur Auswahl. So werden zum einen Bewerber in der Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt eingestellt. Dabei handelt es sich um den mittleren Dienst und in dieser Laufbahn machen Sie eine Ausbildung bei der Polizei. Zum anderen kann Ihre Einstellung in die Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt erfolgen. Das entspricht dem gehobenen Dienst. In diesem Fall absolvieren Sie ein Studium.

Sowohl die Ausbildung als auch das Studium finden an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern statt. Und hierhin kommen Sie auch, wenn Sie am Polizei Einstellungstest teilnehmen. Denn den Eignungstest führt die Fachhochschule ebenfalls durch. Das Auswahlverfahren wiederum setzt sich aus mehreren Abschnitten zusammen. Ein Bestandteil ist der Sporttest. Und diesen schauen wir uns einmal etwas genauer an.

Das Auswahlverfahren der Polizei M-V in Kürze

Damit Sie eine ungefähre Vorstellung davon bekommen, was Sie im Auswahlverfahren erwartet, beschreiben wir Ihnen den Einstellungstest kurz. Also: Wenn Sie Ihre Bewerbung eingereicht haben, erfolgt eine erste Vorauswahl. Darum kümmert sich zum einen der Zentrale Auswahl- und Einstellungsdienst. Er kontrolliert, ob Ihre Unterlagen vollständig sind und ob Sie die formalen Voraussetzungen für eine Einstellung erfüllen. Zum anderen schaut der Polizeiärztliche Dienst Ihre medizinischen Unterlagen durch. Auf dieser Basis schätzt der Polizeiarzt ein, ob Sie aus ärztlicher Sicht polizeidiensttauglich sind.

Geben beide Stellen grünes Licht, werden Sie zum Einstellungstest nach Güstrow eingeladen. Und dort durchlaufen Sie nacheinander die verschiedenen Abschnitte des Eignungstests.

Die schriftliche Prüfung

Den Anfang macht ein Diktat. Der Text ist ungefähr 250 Wörter lang und beschäftigt sich mit einem Inhalt, der mit der Polizei zusammenhängt. Vom Niveau her bewegt sich das Diktat auf dem Level der 10. Klasse in der Realschule. Machen Sie höchstens 10,5 Fehler, haben Sie die Schulnote 4 geschafft – und damit gleichzeitig das Diktat bestanden.

Weiter geht es dann mit dem psychologischen Leistungstest. Dahinter verbirgt sich ein Wissenstest. Die Polizei möchte durch den Test herausfinden, ob Sie die intellektuellen Fähigkeiten für eine erfolgreiche Ausbildung mitbringen. Bei dem Intelligenztest müssen Sie Aufgaben aus den Bereichen

  • verbales Denken,
  • numerisches Denken,
  • figurales Denken und
  • Merkfähigkeit

lösen. Sie haben den Test bestanden, wenn Sie mindestens die Schulnote 3 schaffen. Dafür brauchen Sie neun Punkte.

Der Sporttest

Nach dem Diktat und dem psychologischen Leistungstest haben Sie den schriftlichen Teil des Einstellungstests erfolgreich gemeistert. Sie machen sich dann auf den Weg in die Sporthalle. Denn nun wird es Zeit für den Polizei-Sporttest. Darauf gehen wir gleich noch ganz ausführlich ein.

Die polizeiärztliche Untersuchung

Der nächste Baustein ist die ärztliche Untersuchung. Der Polizeiärztliche Dienst führt dabei verschiedene Tests und Einzeluntersuchungen mit Ihnen durch. Die Absicht dahinter ist, Ihre Tauglichkeit für den Polizeidienst festzustellen. Es geht also darum, ob Sie die notwendige Gesundheit für den Job als Polizist mitbringen. Und dabei zählt nicht nur Ihr aktueller Gesundheitszustand. Genauso wichtig sind mögliche Vorerkrankungen oder Einschränkungen. Denn die Polizei möchte sichergehen, dass Sie Ihren Beruf auch in mehreren Jahren noch ausüben können.

Die mündliche Prüfung

Als letzten Abschnitt haben Sie jetzt noch die mündlichen Prüfungsteile vor sich. Zum mündlichen Teil gehört für alle Bewerber ein Vorstellungsgespräch. Bei diesem Einzelgespräch möchte die Polizei etwas über Sie als Person und Ihre Motivation, Polizist zu werden, erfahren. Gleichzeitig werden Ihre Ausdrucksfähigkeit, Ihre sozialen Kompetenzen und auch Ihr Wissen geprüft. Damit ist das Gespräch kein reines Vorstellungsgespräch. Vielmehr ist es auch eine Art Wissenstest, ähnlich wie schon der schriftliche Test zu Beginn. Bewerber für den mittleren Dienst haben es nach dem Vorstellungsgespräch geschafft.

Haben Sie sich für die Laufbahngruppe 2 beworben, schließen Sie das Auswahlverfahren mit einer Gruppendiskussion ab. Dabei handelt es sich um eine Gruppenaufgabe, die Sie zusammen mit anderen Bewerbern lösen. Ihnen wird dafür ein Thema genannt, über das Sie sich austauschen sollen. Die Polizei interessiert sich bei der Gruppendiskussion vor allem für Ihre Teamfähigkeit.

Aber: Ob Sie wirklich den gesamten Polizei Einstellungstest durchlaufen, hängt von Ihren Leistungen ab. Die Eignungsprüfung ist nämlich nach dem K.O.-Prinzip aufgebaut. Das heißt: Sie müssen jeden einzelnen Test bestehen. Nur dann geht es für Sie mit dem nächsten Abschnitt weiter. Scheitern Sie an einer Einzelprüfung, sind Sie automatisch durch den gesamten Einstellungstest durchgefallen. Dadurch scheiden Sie aus dem weiteren Verfahren aus.

Nach dem Einstellungstest

Haben Sie den Einstellungstest bestanden, wird aus Ihren Leistungen eine Gesamtnote gebildet. Mit dieser Note werden Sie in eine Rangliste einsortiert. Und je besser Ihre Note ist, desto weiter vorne stehen Sie. Gleichzeitig führt die Polizei ein Auskunftsverfahren durch. Dabei prüft sie, ob es etwas gibt, das dagegen spricht, Sie in den Polizeidienst einzustellen oder in ein Beamtenverhältnis zu berufen. Ein Eintrag in Ihrem Führungszeugnis wäre beispielsweise so ein Fall.

Haben alle Bewerber für den jeweiligen Einstellungstermin am Eignungsauswahlverfahren teilgenommen, steht die endgültige Rangliste fest. Und dann entscheidet sich, ob Sie eine Zusage bekommen. Denn die Einstellungen werden in der Reihenfolge der Rangliste vorgenommen.

Der Sporttest bei der Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Jetzt aber endlich zum eigentlichen Thema, dem Sporttest. Um Ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu überprüfen, hat die Polizei Mecklenburg-Vorpommern vier verschiedene Aufgaben für Sie vorbereitet.

1. Übung: 40-Meter-Wendelauf

Die erste Aufgabe beim Polizei-Sporttest in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Wendelauf. Bei dieser Disziplin geht es um Ihre Schnelligkeit, aber auch um Ihre Geschicklichkeit.

Wendelauf Sporttest Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Der Wendelauf wird auch als Pendellauf bezeichnet. Denn Sie pendeln zwischen zwei Kästen hin und her.

Die Sprintstrecke beim Wendelauf beträgt zehn Meter. Auf jeder Seite steht ein Kasten. In der Ausgangsposition stehen Sie neben dem einen Kasten und legen Ihre Hand darauf ab. Nachdem Ihnen der Prüfer das Startkommando gegeben hat, sprinten Sie los. Dabei laufen Sie zum Kasten auf der gegenüberliegenden Seite, berühren diesen und rennen zurück zum ersten Kasten. Diesen Kasten berühren Sie ebenfalls und sprinten erneut zur anderen Seite. Insgesamt laufen Sie auf diese Weise viermal hin- und her. Sie legen also vier Mal zehn Meter zurück. Wenn Sie dann ins Ziel laufen, müssen Sie den Kasten ein letztes Mal abklatschen.

Die Wertung vom 40-Meter-Wendelauf

Beim Pendellauf zählt die Zeit in Sekunden, die Sie gebraucht haben. Dabei bekommen Sie folgende Punkte:

SchulnotePunkteFrauenMänner
115
14
9,6
9,7
9,0
9,1
213
12
11
9,9
10,1
10,3
9,3
9,5
9,7
310
9
8
10,5
10,7
10,9
9,9
10,1
10,3
47
6
5
11,1
11,3
11,5
10,5
10,7
10,9
54
3
2
11,7
11,9
12,1
11,1
11,3
11,5
61ab 12,3ab 11,7

2. Übung: Dreierhopp

Als zweite Station folgt der sogenannte Dreierhopp. Dahinter verbirgt sich ein Sprunglauf auf einem Bein. Auf dem Prüfstand stehen Ihre Sprungkraft und Ihre Geschicklichkeit.

Dreierhopp Sporttest Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Im Prinzip verbindet der Dreierhopp das Springen auf einem Bein mit einem Standweitsprung.

Für den Dreierhopp stellen Sie sich an der Startlinie auf. Dann holen Sie Schwung und springen ab. Nach drei Sprüngen auf dem rechten Bein landen Sie auf beiden Beinen. Anschließend wiederholen Sie die Übung mit dem linken Bein.

Die Noten beim Dreierhopp

Die Wertung bei dieser Disziplin ergibt sich aus Ihren beiden Sprüngen. Die Weiten, die Sie mit dem rechten und dem linken Bein erreicht haben, werden nämlich zusammengezählt. Sind Sie mit Ihrem Ergebnis nicht zufrieden, können Sie einen zweiten Versuch starten. Denn pro Bein haben Sie zwei Versuche – und das bessere Ergebnis zählt. Die geforderten Leistungen in Metern hat die Polizei Mecklenburg-Vorpommern dabei so festgelegt:

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SchulnotePunkteFrauenMänner
115
14
12,0
11,9
15,0
14,7
213
12
11
11,8
11,6
11,4
14,4
14,1
13,8
310
9
8
11,2
10,9
10,6
13,5
13,2
12,9
47
6
5
10,2
9,8
9,4
12,4
11,9
11,4
54
3
2
9,1
8,8
8,5
10,9
10,4
9,9
61unter 8,2unter 9,4

3. Übung: Klimmzüge

Als dritter Teil geht es mit Klimmzügen weiter. Diese Aufgabe testet Ihre Kraft.

Im Unterschied zu klassischen Klimmzügen führen Sie die Übung bei der Polizei M-V im sogenannten Schräg-Liegehang aus. Das bedeutet: Sie liegen rücklings unter der Haltevorrichtung. Ihr Körper ist dabei leicht schräg und Ihre Fersen stützen Sie auf dem Boden auf. Sobald Ihnen der Prüfer das Startkommando gegeben hat, ziehen Sie sich mit Ihren Armen nach oben, bis Ihr Kinn auf Höhe der Stange ist. Dann senken Sie Ihren Oberkörper wieder ab und starten die nächste Wiederholung. Der Prüfer zählt Ihre Wiederholungen mit. Nach 20 Sekunden ist die Übung beendet.

Im Grunde gleichen Klimmzüge im Schräg-Liegehang somit Liegestützen. Nur dass Sie sich eben nicht vom Boden abdrücken, sondern nach oben ziehen.

Die Punkte bei den Klimmzügen

Bei der Sportübung im Test zählt, wie viele Wiederholungen Sie innerhalb der 20 Sekunden geschafft haben. Die Noten werden dann wie folgt vergeben:

SchulnotePunkteFrauenMänner
115
14
18
17
25
24
213
12
11
16
15
14
23
22
21
310
9
8
13
12
11
20
19
18
47
6
5
10
9
8
17
16
15
54
3
2
7
6
5
14
13
12
61weniger als 4weniger als 11

4. Übung: Konditionstest

Der vierte und letzte Abschnitt bei der Sportprüfung ist ein Konditionstest. Bei dem Test handelt es sich um einen Hindernislauf, der Ihre Ausdauer, Ihre Schnelligkeit und Ihre Geschicklichkeit prüft.

Für den Konditionstest ist ein Parcours mit sechs Stationen aufgebaut. Der Ablauf ist so:

  • Nachdem Ihnen der Prüfer das Startkommando gegeben hat, laufen Sie im Slalom um fünf Stangen herum.
  • Anschließend klettern Sie über einen hohen Schrägkasten.
  • Danach laufen Sie um die Markierungsstangen herum zu zwei Turnmatten. Hier machen Sie erst eine Rolle vorwärts und danach eine Rolle rückwärts.
  • Nach den Turnmatten kommen Sie zu zwei Turnhockern. Über den ersten Hocker springen Sie drüber, unter dem zweiten Hocker tauchen Sie hindurch.
  • Nun umlaufen Sie wieder die Markierungsstangen und kommen dann zu drei offenen Kastenteilen, die hintereinander aufgestellt sind. Die Kästen überspringen Sie.
  • Als letztes Hindernis erwartet Sie ein Stufenbarren. Hier klettern Sie über die beiden Holme.
  • Dann laufen Sie weiter um die beiden Markierungsstangen in Richtung Start-Ziellinie. Damit ist eine Runde fertig.
  • Es folgen jetzt noch drei weitere Runden. Insgesamt durchlaufen Sie die Hindernisbahn nämlich vier Mal.
Konditionstest Sporttest Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Beim Konditionstest überwinden Sie sechs verschiedene Hindernisse über vier Runden.

Die geforderten Leistungen beim Konditionstest

Beim Hindernislauf wird Ihre Zeit in Minuten bewertet. Dabei fließt die Übung zu 40 Prozent in Ihre Endnote vom Sporttest ein. Deshalb können Sie beim Konditionstest auch nicht nur 15, sondern maximal 30 Punkte einsammeln. Die vorgegebenen Zeiten für die Wertung sind folgende:

SchulnotePunkteFrauenMänner
130
28
2:55
2:57,5
2:30
2:32,5
226
24
22
3:02
3:06
3:10
2:37
2:41
2:45
320
18
16
3:14
3:18
3:22
2:49
2:53
2:57
414
12
10
3:27
3:32
3:37
3:02
3:07
3:12
58
6
4
3:43
3:49
3:55
3:18
3:24
3:30
62
0
4:02
länger als 4:02
3:37
länger als 3:37

Die Endnote vom Sporttest

Um die Endnote von der Sportprüfung zu ermitteln, werden die Punkte, die Sie bei den vier Übungen erzielt haben, zusammengezählt. Dabei werden der Wendelauf, der Dreierhopp und die Klimmzüge einfach gewertet. Diese drei Disziplinen machen somit je 20 Prozent der Note aus. Der Konditionstest fließt mit 40 Prozent in die Endnote ein. Er zählt also doppelt.

Ihre Gesamtpunkte werden anschließend in eine Schulnote umgerechnet. Und zwar nach folgendem Schema:

NotePunkte
1 = sehr gutab 70
2 = gut55 bis 69
3 = befriedigend40 bis 54
4 = ausreichend25 bis 39
5 = mangelhaft10 bis 24
6 = ungenügendweniger als 9

Damit Sie den Sporttest bestehen, müssen Sie mindestens die Note 4 schaffen. Sie brauchen also mindestens 25 Punkte.

5 Tipps für Ihre Vorbereitung auf die Sportprüfung

Grundsätzlich sollten Sie sich gezielt auf den Sportleistungstest vorbereiten. Das gilt auch dann, wenn Sie in Ihrer Freizeit sportlich aktiv sind. Denn zum einen sind die Übungen so aufgebaut, dass Sie unterschiedliche Fertigkeiten brauchen. So geht es mal um Ausdauer, mal um Schnelligkeit und mal um Kraft. Und Sie werden vermutlich nicht in allen Bereichen gleich gut sein. Wenn Sie beispielsweise regelmäßig joggen, werden Sie eine solide Ausdauer mitbringen. Aber das heißt nicht, dass Sie auch bei der Kraftübung gut abschneiden werden.

Zum anderen ist die Sportprüfung eine Ausnahmesituation. Vermutlich werden Sie etwas nervös sein. Und Sie sind schon eine ganze Weile auf den Beinen und haben bereits den schriftlichen Einstellungstest hinter sich, wenn es in die Turnhalle geht. Eine gezielte Vorbereitung wird Ihnen dabei helfen, Ihre Leistungen abzurufen.

Natürlich können wir Ihnen kein Geheimrezept für einen optimalen Trainingsplan verraten. Denn was und wie viel Sie trainieren sollten, hängt davon ab, wie fit Sie schon sind. Ein paar Tipps haben wir aber trotzdem für Sie!

1. Beginnen Sie rechtzeitig.

Von der Abgabe Ihrer Bewerbung bis zur Teilnahme am Einstellungstest kann einige Zeit vergehen. Sie können die Wartezeit aber ruhig schon für Ihr Training nutzen. Denn wenn Sie die allgemeinen Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, werden Sie zum Einstellungstest eingeladen. Und je früher Sie mit dem Training anfangen, desto intensiver können Sie sich vorbereiten. Zumal Sie ja auch noch für den schriftlichen und den mündlichen Teil des Einstellungstests üben sollten.

Was den Sporttest angeht, so hat es sich bewährt, wenn Sie allerspätestens sechs Wochen vorher mit dem Training beginnen. Und dabei bauen Sie Ihren Plan am besten nach dem Schema

zwei Tage Laufen – ein Tag Kraft – zwei Tage Pause

auf. An den Trainingstagen können Sie an den Fertigkeiten arbeiten, die Sie beim körperlichen Leistungstest brauchen. Und in den Pausen kann sich Ihr Körper regenerieren und die Trainingsfortschritte verarbeiten.

2. Nehmen Sie das Lauftraining als Grundlage.

Das Laufen eignet sich bestens, um an Ihrer Kondition zu arbeiten. Außerdem lernen Sie, wie Sie sich Ihre Energiereserven gut einteilen können. Und Sie kommen nicht mehr so schnell außer Puste. Das ist nicht nur beim Sporttest hilfreich. Sondern Sie werden davon auch bei der polizeiärztlichen Untersuchung profitieren. Hier findet nämlich ein Belastungs-EKG statt. Dabei strampeln Sie auf einem Fahrrad-Ergometer, während der Polizeiarzt Ihre Ausdauer misst.

Ihr Lauftraining sollte Ausdauerläufe und Sprints miteinander kombinieren. Für die Ausdauerläufe suchen Sie sich eine schöne Strecke, die Sie locker laufen. Beim Ausdauertraining geht es nicht um Schnelligkeit. Stattdessen ist das Ziel, über eine längere Distanz zu laufen, ohne dabei an die Belastungsgrenze zu kommen. Gut ist deshalb, wenn Sie ein Tempo wählen, bei dem Sie sich noch gerade eben unterhalten könnten. Ob Sie für Ihre Dauerläufe eine bestimmte Entfernung oder eine Dauer festlegen, bleibt Ihrem Geschmack überlassen.

Am Tempo abreiten Sie durch Sprints. Sehr effektiv dafür ist ein sogenanntes Intervalltraining. Dabei laufen Sie einen Sprint, gehen danach weiter und starten aus dem Gehen heraus den nächsten Sprint. Diese Abfolge wiederholen Sie mehrfach. Möchten Sie nebenbei auch gleich für den Pendellauf trainieren, dann laufen Sie Ihre Sprints einfach im Wechsel hin und zurück.

3. Kombinieren Sie verschiedene Disziplinen miteinander.

Ein reines Lauftraining wäre nicht nur langweilig. Vielmehr würden Sie damit auch andere Fähigkeiten außen vor lassen, die Sie beim Sportleistungstest ebenfalls brauchen. Bringen Sie deshalb Abwechslung in Ihre Vorbereitung. Eine gute Ergänzung für Ihr Ausdauertraining beispielsweise sind Schwimmen und Radfahren. Diese beiden Sportarten schonen die Gelenke und beziehen gleichzeitig viele verschiedene Muskeln mit ein. Auch Seilspringen ist gut für die Kondition und schult nebenbei Ihre Geschicklichkeit.

Den Dreierhopp können Sie gezielt üben. Hilfsmittel brauchen Sie dafür nicht. Weitere Möglichkeiten, um an Ihrer Sprungkraft zu arbeiten, sind Hürdenläufe, Sprungläufe und der Weitsprung.

Die Klimmzüge im Schräg-Liegehang können Sie ebenfalls trainieren. Dafür können Sie beispielsweise einen stabilen Tisch zum Sportgerät umfunktionieren. Nehmen Sie unter dem Tisch die Position ein, greifen Sie die Tischkante und ziehen Sie daran hoch. Normale Klimmzüge und Liegestütze sind gute Ergänzungen für das Training.

Wenn Sie die Turngeräte Ihrer Schule oder von einem örtlichen Verein nutzen dürfen, können Sie die Übungen vom Konditionstest nachstellen. Ansonsten gibt es vielleicht einen Spielplatz in Ihrer Nähe, der Klettermöglichkeiten bietet. Und auch ein Gartentürchen oder ein Getränkekasten kann als Hindernis beim Training herhalten. Werden Sie also ruhig ein bisschen kreativ.

4. Üben Sie die komplette Sportübung.

Am Anfang macht es durchaus Sinn, die vier Übungen vom Sportleistungstest für sich zu üben. Denn gerade beim Dreierhopp und bei den Klimmzügen kommt es auch auf die richtige Technik und eine saubere Ausführung an.

Doch wenn Sie die Disziplinen draufhaben, sollten Sie den Sporttest im Ganzen trainieren. Der Grund dafür ist einfach: Beim Einstellungstest folgen die vier Übungen direkt hintereinander. Lange Pausen dazwischen gibt es nicht. Für Sie heißt das, dass Sie sich Ihre Energie so einteilen müssen, dass Sie den ganzen Test schaffen. Und das trainieren Sie am besten, indem Sie den tatsächlichen Ablauf nachstellen.

Übrigens: Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern hat ein Video erstellt. Darin sehen Sie den sportlichen Leistungstest im Schnelldurchlauf. Auf der Internetseite der Fachhochschule finden Sie außerdem ein PDF zum Sporttest.

5. Versuchen Sie, die Anforderungen locker zu übertreffen.

Damit Sie den Sporttest in Mecklenburg-Vorpommern bestehen, müssen Sie mindestens 25 Punkte und somit die Schulnote 4 schaffen. Sie sollten nun versuchen, so zu trainieren, dass Ihre Leistungen im Training regelmäßig für deutlich mehr Punkte ausreichen würden. Warum? Weil Sie sich damit eine Leistungsreserve für den Fall anlegen, dass es am Prüfungstag nicht optimal laufen sollte. Außerdem werden Sie viel ruhiger in die Prüfung gehen. Denn Sie wissen ja ganz genau, wie gut Sie im Training waren.