Polizei Diktat im Einstellungstest

Polizei Diktat im Einstellungstest

Im Einstellungstest der Polizei werden auch Ihre Rechtschreibkenntnisse geprüft. Was Sie zum Diktat im Auswahlverfahren wissen sollten, haben wir hier für Sie zusammengestellt!

Aus der Schulzeit werden Sie sich noch gut daran erinnern können – auch wenn Sie vielleicht nicht allzu gerne daran zurückdenken. Die Rede ist vom Diktat. Beim Diktat steht die Rechtschreibung im Vordergrund. Doch was hat das mit dem Polizeiberuf zu tun? Warum will die Polizei wissen, wie sicher Sie in Sachen Rechtschreibung und Zeichensetzung sind? Ist das Diktat im Einstellungstest der Polizei anspruchsvoll? Und gibt es Tipps, die bei der Vorbereitung aufs Diktat helfen? Die Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie im folgenden Beitrag!

Einstellungstest Polizei: Diktat

Um für das Diktat zu üben, lassen Sie sich den folgenden Text bitte vorlesen. Klicken Sie dazu auf den Play Button. Schreiben Sie den Text dann auf die jeweiligen Felder und korrigieren Sie ihn anschließend. Werten Sie Ihre Mitschrift danach sorgfältig aus, indem Sie diese mit der Vorlage abgleichen. Aber spicken Sie zwischendurch nicht!

Warum wird beim Einstellungstest der Polizei ein Diktat geschrieben?

Der Polizeialltag besteht längst nicht nur aus Streifenfahrten und spannenden Einsätzen. Stattdessen beinhaltet er auch jede Menge Büroarbeit. Anzeigen aufnehmen, Protokolle verfassen oder Berichte für Ermittlungs- und Unfallakten schreiben, die dann an den Staatsanwalt weitergeleitet werden: Das sind nur ein paar Beispiele für den dienstlichen Schriftverkehr. Und wenn Sie mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung so Ihre Schwierigkeiten haben, laufen Sie Gefahr, dass sich in Ihre Schriftstücke immer wieder peinliche Fehler einschleichen. Hinzu kommt, dass schlimmstenfalls sogar Missverständnisse auftreten können, weil Ihre Ausführungen wegen der Fehler falsch ausgelegt wurden. Außerdem wird Ihr Vorgesetzter nicht sehr begeistert sein, wenn er Ihre Protokolle und Berichte ständig überarbeiten und berichtigen muss. Damit es erst gar nicht so solchen Situationen kommt, die für alle Beteiligten unangenehm sind, werden Ihre Rechtschreibkenntnisse durch ein Diktat im Einstellungstest überprüft. So kann die Polizei sicherstellen, dass Sie mit Ihnen einen Bewerber vor sich hat, der später schriftliche Vorgänge eigenständig, zuverlässig und sicher erledigen kann.

Polizei Diktat: Eist ist ein absolut fairer Prüfungsbaustein!

Verglichen mit einem Aufsatz, der in einigen Bundesländern anstelle des Diktats geschrieben wird, ist das Diktat dabei die deutlich fairere Prüfungsmethode. Auch bei einem Aufsatz ist die Rechtschreibung natürlich wichtig. Doch damit Sie einen gelungenen Aufsatz abliefern können, muss Ihnen zum vorgegebenen Thema erst einmal etwas einfallen. Und es liegt einfach nicht jedem, aus dem Stehgreif einen interessanten Text zu schreiben. Zumal die Zeit, die Sie für den Aufsatz haben, recht knapp bemessen ist. Bei einem Diktat ist das anders. Hier haben alle Bewerber die gleichen Chancen. Denn Sie müssen sich keinen eigenen Text ausdenken. Stattdessen hören alle Bewerber denselben Text und schreiben ihn auf. Bei der Auswertung wird dann ganz objektiv geprüft, ob die Wörter richtig geschrieben und die Satzzeichen korrekt gesetzt wurden. Bei einem Aufsatz ist es immer auch ein Stück weit eine subjektive Einschätzung, wie gelungen und aussagekräftig der Text ist. Beim Diktat gibt es das nicht. Hier bleibt kein Spielraum für persönliche Bewertungen, denn die Rechtschreibung ist entweder richtig oder eben nicht. Dies wiederum sorgt auch dafür, dass die Ergebnisse aller Bewerber mit identischen Maßstäben ermittelt und miteinander verglichen werden können.

Das heißt: Die Polizei möchte Sie durch das Diktat nicht unnötig quälen oder bloßstellen! Stattdessen möchte und muss sie prüfen, wie fit Sie in Sachen Rechtschreibung sind. Und dazu setzt Sie mit dem Diktat ein sehr faires Prüfungsinstrument ein.

Wie wird das Diktat beim Einstellungstest geschrieben?

Im Prinzip läuft das Diktat beim Einstellungstest genauso ab, wie Sie es noch aus der Schule kennen. Ihnen wird also ein Text vorgelesen und Ihre Aufgabe besteht darin, diesen Text aufzuschreiben. Dabei gestaltet sich der konkrete Ablauf wie folgt:

  • Zuerst wird der Text einmal im Ganzen vorgelesen. Dadurch erhalten Sie ein ungefähres Bild davon, was auf Sie zukommt und worum es inhaltlich geht.
  • Dann wird der Text ein zweites Mal vorgelesen. Dieses Mal aber aufgeteilt in einzelne Sätze oder Sinnabschnitte. Die jeweils vorgetragenen Passagen schreiben Sie mit. Meistens werden die einzelnen Textstücke ein zweites Mal wiederholt, während Sie mitschreiben.
  • Ist der Text komplett diktiert, wird er manchmal erneut vorgelesen. So können Sie kontrollieren, ob Sie alles mitgeschrieben haben.
  • Nach dem Diktat haben Sie ein paar Minuten lang Zeit, um Ihre Mitschrift durchzugehen, auf Rechtschreibfehler hin zu überprüfen und bei Bedarf zu korrigieren.

Insgesamt ist das Tempo beim Diktieren etwas höher als in der Schule. Aber immerhin sind Sie ja auch schon erwachsen und haben viel mehr Erfahrung beim Schreiben als ein Schulkind. Zudem werden Sie im Dienst auch keine Zeit haben, stundenlang an einer Anzeige oder einem Bericht herumzudoktern. Aber keine Sorge: Sie müssen kein Steno beherrschen, um mitzukommen. Es reicht völlig, wenn Sie flüssig mitschreiben. Der Polizei ist nicht daran gelegen, dass Sie am Diktat scheitern. Sie möchte lediglich herausfinden, ob Sie auch in einer Stresssituation ein vernünftiges Deutsch zu Papier bringen.

In welchen Varianten kommt das Polizei Diktat im Einstellungstest vor?

Im Einstellungstest kann das Diktat in einer von drei Varianten auftauchen, nämlich als Volltext, als Lückentext und als Fehlertext.

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Das Diktat als Volltext

Das Diktat als Volltext ist die klassische Version vom Diktat. Das heißt: Sie schreiben den kompletten Text mit. Wie der Text vorgetragen wird, ist aber je nach Prüfungsort unterschiedlich. So wird der Text manchmal über einen Lautsprecher übertragen, so dass er im ganzen Raum zu hören ist. Mitunter hören Sie den Text über Kopfhörer. Genauso ist möglich, dass ein Prüfer den Text vorliest. Beim Volltext liegt der Schwerpunkt meist auf der Rechtschreibung. Die Satzzeichen hingegen werden oft mitdiktiert.

Das Lückendiktat

Anders als beim Volltext müssen Sie beim Lückendiktat nicht den ganzen Text mitschreiben. Stattdessen sehen Sie den Text vor sich, entweder auf Papier oder auf dem Bildschirm. Dabei weist der Text aber einige Lücken auf. Ihre Aufgabe ist nun, die fehlenden Wörter einzusetzen. Wie beim klassischen Diktat wird der Text entweder über Lautsprecher oder Kopfhörer übertragen oder von einem Prüfer vorgelesen. Und während Sie den Text hören, lesen Sie mit und tragen die fehlenden Wörter in die entsprechenden Lücken ein.

Das Diktat als Fehlertext

Wird das Diktat als Fehlertext präsentiert, müssen Sie den Text gar nicht selbst aufschreiben. Stattdessen haben Sie den Text vor sich, ausgedruckt auf Papier oder angezeigt auf dem Bildschirm. Ihre Aufgabe besteht dann darin, den Text zu korrigieren. Dabei kann es sein, dass Sie

  • Rechtschreibfehler aufspüren und berichtigen,
  • Satzzeichen setzen oder
  • sowohl die Rechtschreibung als auch die Zeichensetzung kontrollieren und berichtigen müssen.

In der Aufgabenstellung ist aber immer angegeben, was zu tun ist. Oft wird sogar genannt, wie viele Fehler sich im Text verbergen.

Wie kann ich für das Diktat beim Einstellungstest üben?

Es ist nicht leicht, die ganzen Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsregeln zu lernen. Und es dauert seine Zeit. Nicht umsonst bleibt der Deutschunterricht vom ersten bis zum letzten Schuljahr auf dem Stundenplan. Andersherum heißt das aber auch, dass Sie schon einmal gute Voraussetzungen mitbringen, um das Diktat erfolgreich zu meistern. Und damit Ihre Chancen noch besser werden, sollten Sie in Vorbereitung auf den Einstellungstest üben. Dafür bieten sich folgende Maßnahmen an:

1.) Schauen Sie sich die Regeln zur deutschen Rechtschreibung noch einmal genau an. Dabei sollten Sie sich vor allem auf

  • die Groß- und Kleinschreibung,
  • die Getrennt- und Zusammenschreibung,
  • die Schreibung von S-Lauten sowie
  • die Zeichensetzung (und hier insbesondere die Komma-Regeln!)

konzentrieren. Denn in diesen Bereichen werden die meisten Fehler gemacht!

2. ) Schreiben Sie Übungsdiktate.

Dafür können Sie sich Texte aus Büchern oder hochwertigen Zeitschriften aussuchen. Lassen Sie sich die Texte von jemandem vorlesen oder lesen Sie selbst und nehmen sich dabei auf. Bücher und hochwertige Zeitschriften sind deshalb eine gute Wahl, weil Sie sich ziemlich sicher sein können, dass Ihre Vorlagen keine Rechtschreibfehler enthalten. Bei Texten im Internet ist das leider nicht immer der Fall.

3.) Lesen Sie möglichst viel.

Zum einen prägen Sie sich beim Lesen gut ein, wie Wörter geschrieben werden. Zum anderen bleiben Sie über aktuelle Geschehnisse auf dem Laufenden. Das ist deshalb wichtig, weil das Diktat durchaus ein wichtiges Ereignis aus der jüngsten Vergangenheit behandeln kann.

4.) Lösen Sie Übungsaufgaben.

Je mehr Sie sich mit der geschriebenen Sprache beschäftigen, desto leichter wird Ihnen der Umgang damit fallen. Auf unserer Seite haben wir etliche Fragen und Aufgaben rund um das Themenfeld Deutsch für Sie vorbereitet!

Zum Schluss noch 5 Tipps fürs Diktat beim Einstellungstest

Das Diktat beim Einstellungstest stellt Sie vor eine besondere Herausforderung. Denn Sie müssen absolut aufmerksam und konzentriert sein. Schließlich wird der Text nur zwei-, höchstens dreimal wiederholt. Haben Sie etwas nicht mitbekommen, wird Ihnen diese Passage später vielleicht fehlen. Und anders als bei den anderen schriftlichen Prüfungsbausteinen können Sie beim Diktat auch nicht vor- und zurückblättern, wenn Sie erst einmal andere Aufgaben bearbeiten wollen. Hören Sie also aufmerksam zu und konzentrieren Sie sich! Aber behalten Sie auch folgende Tipps im Hinterkopf:

1.) Schreiben Sie flüssig mit. Und schreiben Sie dabei erst einmal nur den Text auf. Versuchen Sie nicht, schon beim Mitschreiben auf die korrekte Rechtschreibung zu achten. Um den Text zu korrigieren, haben Sie nach dem Diktat noch Zeit. Wichtiger ist zunächst, dass Sie den ganzen Text aufgeschrieben haben.

2.) Wenn Sie etwas nicht richtig verstanden haben, dann notieren Sie das, was Sie glauben, verstanden zu haben. Vielleicht verstehen Sie das Wort beim zweiten Vorlesen besser. Oder beim späteren Korrigieren erschließt sich, welches Wort an der Stelle stehen muss.

3.) Ist das Diktat beendet, kontrollieren Sie sorgfältig Ihre Rechtschreibung und Zeichensetzung. Aber denken Sie nicht ewig über jedes Wort nach! Denn wenn Sie lange über einem Wort grübeln, werden Sie immer unsicherer. Schlimmstenfalls korrigieren Sie dann Fehler, die gar keine waren. Gehen Sie Ihren Text also besser einmal gewissenhaft durch und belassen Sie es dann dabei.

4.) Achten Sie darauf, dass Ihre Schrift leserlich ist! Wenn Sie unleserlich kritzeln und der Prüfer nicht entziffern kann, was Sie geschrieben haben, wird er im Zweifel einen Fehler anstreichen.

5.) Und zu Ihrer Beruhigung sei gesagt: Machen Sie sich keine Sorgen! Wenn Ihnen der eine oder andere kleine Fehler unterläuft, ist das nicht schlimm! Sie müssen keinen komplett fehlerfreien Text abliefern, um das Diktat als Prüfungsbaustein erfolgreich zu meistern. Also machen Sie sich nicht verrückt!