Amtsbezeichnungen der Polizei

Auch wenn die Polizei eigentlich Ländersache ist, sind die Amtsbezeichnungen in ganz Deutschland gleich.

Bei der Polizei finden Sie nicht nur einen spannenden, interessanten, abwechslungsreichen und krisensicheren Beruf. Sondern Sie haben auch die Chance, die Karriereleiter nach oben zu klettern.

In jeder Laufbahn, egal ob mittlerer, gehobener oder höherer Dienst, gibt es nämlich verschiedene Dienstgrade. Für Sie heißt das, dass Sie sich Schritt für Schritt nach oben arbeiten können.

Wie die Laufbahnen aufgebaut sind und welche Polizei-Dienstgrade Sie erreichen können, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was umgangssprachlich Polizei Dienstgrade genannt wird, sind eigentlich die Amtsbezeichnungen der Polizei. Denn sie beschreiben die Ämter, die Polizeivollzugsbeamte aus beamtenrechtlicher Sicht bekleiden. Solange Sie Ihre Ausbildung bei der Polizei machen, sind Sie Beamter auf Widerruf. Außerdem wurde Ihnen noch kein Amt übertragen. Aus diesem Grund sind die Grade im Vorbereitungsdienst auch keine Amtsbezeichnungen, sondern Dienstbezeichnungen.

Im Unterschied zu den Laufbahnen, die je nach Bundesland verschieden heißen, sind die Amtsbezeichnungen in ganz Deutschland gleich. Erst wenn es um besondere Führungspositionen geht, weichen die Bezeichnungen teils voneinander ab. Im Vorbereitungsdienst wiederum, also während Ihrer Ausbildung, hängt Ihre Bezeichnung vom Bundesland ab.

Welchen Dienstgrad ein Polizist bekleidet, ist an seiner Uniform zu erkennen. Denn auf den Schulterklappen finden sich Streifen, Sterne oder eine Kombination aus beiden. Die Anzahl und die Farbe sind je nach Laufbahn und Grad verschieden. Wir haben in diesem Beitrag zusammengestellt, welche Dienstgrade es bei den Polizeien der Länder in Deutschland gibt.

Übrigens: Wenn Sie sich bei der Polizei beworben haben, kann es gut sein, dass im Einstellungstest nach den Amtsbezeichnungen gefragt wird. Das kann beim schriftlichen Teil des Einstellungstests oder bei der mündlichen Prüfung der Fall sein. Denn die Polizei möchte sehen, ob Sie sich ein wenig Fachwissen angeeignet und mit dem Polizeiberuf beschäftigt haben. Schauen Sie sich deshalb bei Ihrer Vorbereitung auf den Test an, wie die Laufbahn, für die Sie sich bewerben, aufgebaut ist.

Der Vorbereitungsdienst

Wenn Sie Ihre Laufbahn bei der Polizei im mittleren Dienst beginnen, werden Sie als Polizeimeisteranwärter, kurz PMAnw, eingestellt. Da Sie zu diesem Zeitpunkt noch kein Amt bekleiden, sondern den Vorbereitungsdienst versehen, tragen Sie eine Dienstbezeichnung. Und diese Dienstbezeichnung behalten Sie in den meisten Bundesländern, bis Sie Ihre Ausbildung abgeschlossen und die Laufbahnprüfung erfolgreich abgelegt haben.

In Bayern ist es ein wenig anders. Hier können Sie sich schon nach einem Jahr über die erste Beförderung freuen. Haben Sie die erste Ausbildungsstufe geschafft, sind Sie fortan nämlich ein Polizeioberwachtmeister.

Welche Rechte Sie als Polizeimeisteranwärter haben, ist unterschiedlich geregelt. In einigen Bundesländern haben Sie noch keine Vollzugsrechte, sondern können nur auf die Jedermannsrechte zurückgreifen. In anderen Ländern sind Sie in der Zeit, in der Sie die praktischen Teile der Ausbildung absolvieren, ein vollwertiger Polizist mit allen Rechten und Pflichten. Doch es gibt auch eine Gemeinsamkeit: Bei der deutschen Polizei findet die Ausbildung fast überall bei der Bereitschaftspolizei statt. Dazu kommen Praktika bei der Schutzpolizei. Ausbildungen, die nur an der Polizeischule stattfinden, sind die Ausnahme. Für Sie heißt das, dass Sie als Anwärter vor allem an einem Standort der Bereitschaftspolizei tätig sind. Und hier eignen Sie sich das Wissen an, das Sie für Ihre Laufbahnprüfung brauchen.

Steigen Sie in den gehobenen Dienst ein, beginnen Sie als Polizeikommissaranwärter, kurz PKAnw.

Die Abzeichen im Vorbereitungsdienst

Die Schulterklappen Ihrer Dienstuniform bestehen aus Stoff und laufen zum Ende spitz zu. Sie sind entweder blau oder grün. Als Abzeichen sind sie mit Sternen oder Streifen versehen. Die Streifen heißen in einigen Bundesländern auch Litzen.

Wie Ihre Schulterstücke aussehen, hängt davon ab, bei welcher Landespolizei Sie Ihre Ausbildung machen. So kann es sein, dass Sie gar keine Abzeichen auf den Schulterklappen haben. Oder auf Ihren Schulterstücken ist ein Streifen oder ein Stern. Und auch eine Kombination aus Streifen und Stern ist möglich.

Vorbereitungsdienst Polizei Dienstbezeichnungen

Im Vorbereitungsdienst sind die Dienstbezeichnungen landesrechtlich geregelt.

In Berlin wiederum ist an Ihren Schulterklappen erkennbar, in welchem Ausbildungsjahr Sie sind. Denn im ersten Ausbildungsjahr sind die Schulterstücke leer. Umgangssprachlich heißen Sie deshalb auch Schulterglatzen. Im zweiten Jahr ziert ein Streifen Ihre Schulterklappen, im dritten Jahr kommt ein weiterer Streifen dazu.

Der mittlere Polizeivollzugsdienst

Der mittlere Dienst beschreibt eine Laufbahngruppe für Beamte. Je nach Bundesland heißt die Laufbahn bei der Polizei beispielsweise auch “Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt”, “Laufbahngruppe I, zweite Einstiegsebene” oder “zweite Qualifikationsebene”. Hinter allen diesen Namen verbirgt sich aber der mittlere Dienst. Wenn Sie in den mittleren Polizeivollzugsdienst einsteigen, machen Sie eine Ausbildung. Sie dauert üblicherweise zweieinhalb Jahre. Durchlaufen Sie danach den mittleren Dienst, sind vier verschiedene Dienstränge möglich.

Polizeimeister (PM)

Der Polizeimeister ist das Einstiegsamt im mittleren Vollzugsdienst der Polizei. Haben Sie Ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, werden Sie also zum Polizeimeister ernannt und in die Besoldungsgruppe A 7 eingeordnet. Gleichzeitig haben Sie sich gewissermaßen bewährt. Deshalb handelt es sich um einen sogenannten Bewährungsaufstieg. Dabei wird Ihnen gleichzeitig ein Amt übertragen. Die Bezeichnung Polizeimeister ist demnach eine Amtsbezeichnung.

Als Polizeimeister sind Sie meist als Sachbearbeiter im polizeilichen Einzeldienst tätig, übernehmen aber noch keine Führungsaufgaben. Daneben können Sie in geschlossenen Einheiten wie beispielsweise einer Einsatzhundertschaft oder in einer Festnahmeeinheit der Bereitschaftspolizei tätig sein.

Polizeiobermeister (POM)

Der nächst höhere Rang ist der Polizeiobermeister. Als Polizeiobermeister sind Sie eine Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft. Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft bedeutet, dass Sie besondere Maßnahmen zur Strafverfolgung anordnen und durchführen dürfen, wenn Gefahr im Verzug ist.

Eine typische Verwendung vom Polizeiobermeister ist die des Sachbearbeiters im polizeilichen Einzeldienst. Daneben können Sie als Gruppenführer einer geschlossenen Einheit tätig werden. Durch Ihr Amt als Polizeiobermeister gehören Sie zur Besoldungsgruppe A 8.

Polizeihauptmeister (PHM) und Polizeihauptmeister mit Amtszulage (PHMZ)

Haben Sie sich als Polizeiobermeister bewährt, können Sie zum Polizeihauptmeister aufsteigen. In dieser Position sind Sie eine Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft und gehören der Besoldungsgruppe A 9 an. Gleichzeitig übernehmen Sie anspruchsvollere Aufgaben mit mehr Verantwortung. So können Sie beispielsweise ein Gruppenleiter, ein Gruppenführer oder ein Einweisungsbeamter ein. Bei kleineren Einsätzen können Sie auch die Einsatzleitung übernehmen und im Streifendienst als Streifenführer tätig werden. Da Sie als Polizeiobermeister reichlich Berufserfahrung gesammelt haben, sind Sie als Stammbeamter oft festes Mitglied Ihrer Gruppe.

Bekleiden Sie einen besonderen Dienstposten, können Sie eine Amtszulage bekommen. Der Anteil an Polizeihauptmeistern mit Amtszulage ist in den Landes- oder den Bundesgesetzen geregelt. Aus beamtenrechtlicher Sicht bleibt Ihre Amtsbezeichnung gleich. Trotzdem verwendet die Polizei oft den eigenständigen Rang des Polizeiobermeisters mit Amtszulage. Dafür gibt es dann auch eigene Abzeichen auf der Schulterklappe.

Die Rangabzeichen im mittleren Polizeivollzugsdienst

Die Schulterklappen sind blau oder grün. Je nach Dienstgrad haben sie zwei, drei oder vier Sterne in Hellgrün oder Hellblau. Als Polizeihauptmeister mit Amtszulage sind es in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen fünf Sterne.

Normalerweise sind die Sterne in einer Reihe übereinander angeordnet. Eine Ausnahme gilt aber für Baden-Württemberg und Sachsen. Hier ist es nämlich so, dass bei vier oder fünf Sternen auf den Schulterstücken zwei Sterne nebeneinander stehen und die übrigen Sterne dann darüber.

Bei der Wasserschutzpolizei sind die Schulterklappen in einem sehr dunklen Marineblau gehalten. Sie zeigen keine Sterne, sondern goldene Streifen. Die Streifen sind acht Millimeter breit und mit jedem höheren Dienstgrad kommt ein Streifen dazu.

mittlerer Dienst Polizei Dienstgrade

Im mittleren Polizeivollzugsdienst zeigt die Anzahl der blauen oder grünen Sterne den Dienstgrad an. Bei der Wasserschutzpolizei sind es schmale goldene Streifen.

Der gehobene Polizeivollzugsdienst

Der gehobene Dienst ist eine Beamtenlaufbahn, die dem mittleren Dienst übergeordnet ist. Er umfasst die Besoldungsgruppen A 9 bis A 13. Damit Sie in den gehobenen Dienst einsteigen können, müssen Sie studieren. Das Studium bei der Polizei dauert meist drei Jahre. Nicht in allen Bundesländern wird aber vom gehobenen Dienst gesprochen. Stattdessen ist manchmal auch von der „Laufbahngruppe 1, erstes Einstiegsamt“, „Laufbahngruppe II, erste Einstiegsebene“ oder der „dritten Qualifikationsebene“ die Rede. Bei der Polizei können Sie im gehobenen Dienst fünf verschiedene Grade erreichen.

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Polizeikommissar (PK)

Der Polizeikommissar ist das Einstiegsamt im gehobenen Dienst. Nach erfolgreichem Abschluss Ihres Studiums legen Sie die Laufbahnprüfung ab. Sie ist einer Diplomprüfung gleichgestellt. Dadurch werden Sie nicht nur zum Polizeikommissar ernannt, sondern erwerben gleichzeitig auch einen akademischen Titel. Dabei kann es sich um den Bachelor of Arts im Polizeivollzugsdienst oder den Diplom-Verwaltungswirt Polizei (FH) handeln.

Als Polizeikommissar sind Sie eine Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft. Je nach Landespolizei arbeiten Sie als Gruppenleiter in einer Ermittlungsdienststelle, als Leiter eines Sachgebiets, als Gruppenführer oder als stellvertretender Zugführer einer geschlossenen Einheit. Aber auch als Wachleiter, Erster Streifenführer oder stellvertretender Dienstgruppenleiter können Sie tätig werden.

Polizeioberkommissar (POK)

Werden Sie als Polizeikommissar befördert, steigen Sie zum Polizeioberkommissar auf. Sie bleiben eine Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft und übernehmen üblicherweise Führungsaufgaben. So können Sie beispielsweise Dienstgruppenleiter, Wachleiter, Zugführer einer geschlossenen Einheit oder Erster Streifenführer sein.

Polizeihauptkommissar (PHK) und Polizeihauptkommissar (PHK A 12)

Die zweite Beförderung im gehobenen Dienst macht Sie zum Polizeihauptkommissar. In dieser Funktion sind Sie eine Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft und versehen Ihren Dienst als Führungs- oder Fachkraft. Die Leitung einer Dienstgruppe, die Sachbearbeitung von wichtigen Angelegenheiten oder die besondere Streifen- oder Truppführung sind typische Tätigkeiten. Daneben können Sie als Ausbildungs- und Lehrkraft in Bildungseinrichtungen der Polizei arbeiten.

Werden Sie in die Besoldungsgruppe A 12 eingeordnet, bekleiden Sie kein neues Amt im Sinne des Beamtenrechts. Stattdessen übernehmen Sie eine Planstelle. Das erfolgt nicht durch eine Ernennung, sondern einfach durch eine Verfügung. Als Polizeihauptkommissar in der Besoldungsgruppe A 12 sind Sie für Führungsaufgaben zuständig. Die stellvertretende oder die direkte Leitung von Dienststellen oder anderen Organisationseinheiten, wichtige Sachbearbeitungen oder der Einsatz als Fachlehrer in Bildungseinrichtungen der Polizei sind typische Einsatzbereiche.

Erster Polizeihauptkommissar (EPHK)

Der höchste Dienstgrad im gehobenen Dienst ist der Erste Polizeihauptkommissar. In diesem Amt übernehmen Sie hauptsächlich taktische Führungsfunktionen. Das kann beispielsweise die oberste Leistung einer Dienststelle oder die Leitung eines Fachbereichs in einer Polizeischule oder Polizeiakademie sein. Auch eine Führungsposition in einem Polizeistab oder die Führung einer Einsatzeinheit der Bereitschaftspolizei ist möglich.

Die Rangabzeichen im gehobenen Polizeivollzugsdienst

Die Dienstgradabzeichen im gehobenen Dienst bestehen bei der Schutzpolizei aus silbernen Sternen. Als Polizeikommissar ziert ein Stern Ihre Schulterstücke und mit jedem höheren Dienstgrad kommt ein weiterer Stern dazu.

Bei der Wasserschutzpolizei zeigen goldene Streifen Ihren Dienstgrad an. Die Streifen sind zwölf Millimeter breit. Ab dem Rang des Polizeihauptkommissars befinden sich auf Ihren Schulterstücken Streifen in zwei verschiedenen Breiten. Diese sind einmal acht und einmal zwölf Millimeter breit.

gehobener Dienst Polizei Dienstgrade

Polizisten im gehobenen Polizeivollzugsdienst tragen silberne Sterne oder breite goldene Streifen auf Ihren Schulterklappen.

Der höhere Polizeivollzugsdienst

Der höhere Polizeivollzugsdienst ist die höchste Laufbahn. Je nach Bundesland gibt es für diese Laufbahn unterschiedliche Namen, beispielsweise „Laufbahngruppe 2, Zweites Einstiegsamt“ oder „vierte Qualifikationsebene“. Bei der Polizei umfasst der höhere Polizeivollzugsdienst die Besoldungsgruppen A 13 bis A 16. Dabei gibt es in dieser Laufbahn vier Ämter, nämlich:

  • Polizeirat (PR)
  • Polizeioberrat (POR)
  • Polizeidirektor (PD)
  • Leitender Polizeidirektor (LPD oder Ltd. PD)

Alle Ämter im höheren Polizeivollzugsdienst haben gemeinsam, dass Sie darin besondere und anspruchsvolle Führungs- und Fachaufgaben mit hoher Verantwortung übernehmen. Bei der Schutzpolizei gibt es im höheren Dienst außerdem auch besonders herausgehobene Positionen. Das sind dann beispielsweise Direktoren von Präsidien oder Präsidenten.

Grundsätzlich ist ein direkter Einstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst möglich. Er setzt aber ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus. Häufiger ist, dass die Polizeien ihre Beamten für den höheren Dienst aus dem gehobenen Dienst gewinnen. Das heißt: Sie durchlaufen den gehobenen Dienst und machen ein Studium als Aufstiegsweiterbildung. Danach können Sie zum Polizeirat ernannt werden und damit Ihre Karriere im höheren Dienst fortsetzen.

Die Rangabzeichen im höheren Dienst

Polizisten im höheren Polizeivollzugsdienst haben goldene Sterne auf Ihren Schulterklappen. Je nach Dienstgrad sind das zwischen einem und vier Sternen. Bei der Wasserschutzpolizei zieren breite Streifen in Gold die Schulterstücke.

höherer Dienst Polizei Dienstgrade

Goldene Sterne oder mindestens drei breite Streifen auf den Schulterstücken zeigen ein Amt im höheren Polizeivollzugsdienst an.

Die Dienstgrade bei der Kriminalpolizei

Dienstgrade gibt es natürlich nicht nur bei der Schutz- und der Wasserschutzpolizei, sondern auch bei der Kriminalpolizei. Dabei stimmen die Amtsbezeichnungen überein. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Ämter bei der Schutz- und der Wasserschutzpolizei mit „Polizei-“ beginnen, während sie bei der Kriminalpolizei mit „Kriminal-“ anfangen.

Die Amtsbezeichnungen in der Übersicht

In der folgenden Tabelle haben wir die Amtsbezeichnungen der Kriminalpolizei und das dazugehörige Gegenstück bei der Schutzpolizei für Sie aufgelistet.

KriminalpolizeiSchutz- und Wasserschutzpolizei
Mittlerer Dienst
Kriminalmeister (KM)Polizeimeister (PM)
Kriminalobermeister (KOM)Polizeiobermeister (POM)
Kriminalhauptmeister (KHM)Polizeihauptmeister (PHM)
Gehobener Dienst
Kriminalkommissar (KK)Polizeikommissar (PK)
Kriminaloberkommissar (KOK)Polizeioberkommissar (POK)
Kriminalhauptkommissar (KHK)Polizeihauptkommissar (PHK)
Erster Kriminalhauptkommissar (EKHK)Erster Polizeihauptkommissar (EPHK)
Höherer Dienst
Kriminalrat (KR)Polizeirat (PR)
Kriminaloberrat (KOR)Polizeioberrat (POR)
Kriminaldirektor (KD)Polizeidirektor (PD)
Leitender Kriminaldirektor (LKR oder Ltd. KD)Leitender Polizeidirektor (LPD oder Ltd. PD)

In einigen Bundesländern gibt es bei der Kriminalpolizei aber keinen mittleren Dienst mehr. Stattdessen beginnt die Laufbahn bei der Kriminalpolizei dann im höheren Dienst.

Und was ist mit den Abzeichen?

Polizeivollzugsbeamte, die bei der Kriminalpolizei arbeiten, haben keine Abzeichen, an denen sich ihr Dienstgrad ablesen lässt. Warum? Weil Polizisten der Kripo keine Uniform tragen. Sie sind in zivil unterwegs, haben im Dienst also ganz normale Alltagskleidung an.

Die Amtsbezeichnungen bei der Bundespolizei

Bei der Bundespolizei heißen die Ämter genauso wie bei der Schutzpolizei. Zunächst werden Sie also als Anwärter eingestellt. Je nach Laufbahn sind Sie dann Polizeimeister-Anwärter oder Polizeikommissar-Anwärter. Die Laufbahn im mittleren Dienst beginnt anschließend mit dem Polizeimeister und führt bis zum Polizeihauptmeister mit Amtszulage. Im gehobenen Dienst geht es mit dem Polizeikommissar weiter, das höchste Amt ist der Erste Polizeihauptkommissar. Die Laufbahn im höheren Dienst wiederum startet mit dem Polizeirat und endet mit dem Leitenden Polizeidirektor.

Zusätzlich dazu gibt es bei der Bundespolizei im höheren Dienst aber noch folgende Amtsbezeichnungen:

  • Direktor in der Bundespolizei (als Abteilungsleiter im Bundespolizeipräsidium) und Vizepräsident der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
  • Präsident der Bundespolizeiakademie
  • Präsident einer Bundespolizeidirektion
  • Präsident der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin und Vizepräsident beim Bundespolizeipräsidium
  • Präsident des Bundespolizeipräsidiums

Polizeibeamte der Bundespolizei, die diese Ämter innehaben, gehören den Besoldungsgruppen B 3 bis B 9 an.

Die Rangabzeichen bei der Bundespolizei

Sind Sie bei der Bundespolizei tätig und versehen Sie Ihren Dienst in Uniform, lässt sich an Ihren Schulterklappen ablesen, welche Position Sie haben. Bei der Bundespolizei sind die Schulterstücke blau und mit Sternen versehen. Je nach Laufbahn sind die Sterne blau, silberfarben oder gold. Die Anzahl der Sterne richtet sich nach dem Dienstrang. Bundespolizisten bei der Wasserschutzpolizei haben Schulterklappen in einem sehr dunklen Marineblau mit goldenen Streifen als Abzeichen.

Bundespolizei Dienstgrade

Die Amtsbezeichnungen und Abzeichen der Bundespolizei sind so aufgebaut wie bei der Schutz- und Wasserschutzpolizei.

Wechseln Sie die Laufbahn, behalten Sie zunächst Ihre Schulterklappen. Die Abzeichen werden aber durch eine silberne Litze ergänzt, wenn Sie vom mittleren in den gehobenen Dienst aufsteigen. Absolvieren Sie eine Aufstiegsbildung vom gehobenen in den höheren Dienst, kommt ein goldener Streifen dazu.

Der Wechsel zwischen den Laufbahnen

Bei der Polizei haben Sie die Möglichkeit, in die nächst höhere Laufbahn aufzusteigen. Haben Sie beispielsweise im mittleren Dienst begonnen, können Sie eine Aufstiegsweiterbildung machen und dann in den gehobenen Dienst wechseln. Ein Aufstieg aus dem gehobenen Dienst in den höheren Dienst ist ebenfalls möglich. Andererseits können Sie natürlich auch in Ihrer Laufbahn bleiben und sich auf eine bestimmte Tätigkeit spezialisieren oder zu einer Spezialeinheit wechseln. Möglichkeiten gibt es also viele. Und es liegt letztlich an Ihnen, was Sie daraus machen…