Einstellungstest Polizei DurchfallquoteDie Einstellungstest Polizei Durchfallquote: Bewerber gibt es viele. Doch am Ende eines Auswahlverfahrens hat sich die Anzahl der möglichen Polizeianwärter meist drastisch reduziert. Warum so viele Kandidaten am Eignungstest scheitern. Und wie Sie es besser machen können.

Viele sehen im Beruf des Polizisten ihren absoluten Traumberuf. Doch bevor der Startschuss für eine Ausbildung bei der Polizei fallen kann, muss erst einmal eine große Hürde genommen werden: der Einstellungstest, auch Eignungsauswahlverfahren genannt. Allerdings scheitern viele Polizeibewerber an genau dieser Hürde. Aber warum ist das so? Ist der Einstellungstest wirklich so schwer? Oder gibt es andere Gründe für die hohe Durchfallquote?

Was Sie beim Einstellungstest erwartet

Mit Ausnahme der Bundespolizei fällt in Deutschland die Polizei in die Zuständigkeit der Bundesländer. Aus diesem Grund legen die Bundesländer fest, welche Grundvoraussetzungen Polizeibewerber erfüllen müssen und wie das Einstellungsverfahren abläuft. Zu den Grundvoraussetzungen gehören unter anderem der Schulabschluss samt Notendurchschnitt für die jeweilige Laufbahn sowie die Grenzwerte für das Alter, die Körpergröße und das Gewicht. Die Einstellungsvoraussetzungen sind zwar im Wesentlichen ähnlich, im Detail gibt es aber trotzdem kleinere Unterschiede. Unterschiede gibt es außerdem auch im Hinblick auf die Bewerbungsfristen und die Art, wie die Bewerbung eingereicht werden muss.

Tipp: Genaue Infos zu den grundlegenden Einstellungsvoraussetzungen finden Sie auf unseren Unterseiten und auf den Webseiten der jeweiligen Polizeien.

Sind die grundlegenden Einstellungsvoraussetzungen erfüllt, wird der Polizeibewerber zum Einstellungstest eingeladen. Je nach Bundesland und Laufbahn erstreckt sich der Einstellungstest über einen bis vier Tage. Und sowohl die Schwerpunkte als auch die Zusammensetzung der Testbausteine können etwas variieren. Grundsätzlich beinhaltet der Einstellungstest aber folgende Stationen:

Testbaustein Welche Inhalte? Worum geht’s?
Deutschtest

(schriftlich oder am PC)

z.B. Diktat, Aufsatz und Multiple-Choice-Aufgaben Sprachbeherrschung, Verständnis, Rechtschreibung, Grammatik
Intelligenztest

(schriftlich oder am PC)

Allgemeinbildung, Mathe, Zahlen- und Musterreihen, Merkaufgaben Allgemeinwissen, logisches und visuelles Denkvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Bearbeitungsgeschwindigkeit, Erinnerungsvermögen
Sporttest z.B. Cooper-Test, Bankdrücken, Hindernislauf, Klimmzüge, Schwimmen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Koordination
Gruppengespräch Diskussion, Rollenspiele mündliche Ausdrucksfähigkeit, Sozialverhalten, Kooperationsfähigkeit
Vorstellungsgespräch strukturiertes Interview Motivation, Belastbarkeit, gegenseitiges Kennenlernen
Polizeiärztliche Untersuchung körperlicher/gesundheitlicher Check gesundheitliche Eignung für den Polizeidienst

Einstellungstest Polizei Durchfallquote: Die Top 3 Gründe

Liegt eine Einladung zum Einstellungstest bei der Polizei im Briefkasten, ist schon einmal ein Teilerfolg erzielt. Die eigentliche Herausforderung folgt aber erst jetzt. Denn nun gilt es, das Auswahlverfahren erfolgreich zu meistern. Und das ist gar nicht so einfach. Denn die Quote der Einstellungen im Verhältnis zur Anzahl der Bewerber liegt bei nur rund 1:10. Das heißt: Von zehn Bewerbern kann nur ein Bewerber tatsächlich die Ausbildung bei der Polizei beginnen. Doch woran liegt es, dass so viele Bewerber den Einstellungstest nicht schaffen? Nun, für die hohe Durchfallquote lassen sich in erster Linie drei Hauptgründe ausmachen:

1. Grund: Schlechte Vorbereitung

Viele Polizeibewerber unterschätzen, wie anspruchsvoll die schriftlichen Tests und der Sporttest tatsächlich sind. Einige bereiten sich nicht großartig vor, sondern hoffen darauf, dass ihr Wissen schon ausreichen wird, um den Einstellungstest zu bestehen. Teilweise überschätzen Polizeibewerber auch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. So glauben sie, dass sie in Sachen Deutsch, Mathe oder Allgemeinwissen fit sind. Oder dass sie eine gute körperliche Kondition mitbringen und sportlich locker mithalten können. Tatsächlich ist es aber so: Natürlich ist der Einstellungstest zu meistern. Schließlich gibt es jedes Jahr genug Kandidaten, die den Sprung vom Bewerber zum Polizeianwärter schaffen. Ohne eine gründliche Vorbereitung auf den Einstellungstest wird es aber nicht funktionieren!

Besser machen Sie es so:

Wenn Sie gut abschneiden und am Ende zu den Besten gehören möchten, sollten Sie sich die Zeit nehmen und für den Einstellungstest üben. Dadurch wissen Sie, was Sie beim Test erwartet und worauf es bei den Aufgaben ankommt. Wenn Sie die Schemata hinter den verschiedenen Aufgabentypen einmal verstanden haben, werden Sie die Fragen außerdem sehr viel leichter beantworten können. Denn statt erst noch zu überlegen, was mit der jeweiligen Frage überhaupt gemeint ist, können Sie sich direkt der Lösung widmen.

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Tipp: Für die Vorbereitung auf den Einstellungstest sollten Sie mindestens drei Monate einplanen. So haben Sie genug Zeit, um die verschiedenen Testmodule zu üben. Und für den Sporttest sollten Sie so fit sein, dass Ihre Leistungen zehn bis 20 Prozent besser sind als verlangt. Selbst wenn Sie beim Sporttest einen schlechten Tag erwischen sollten, haben Sie dann nämlich noch einen Leistungspuffer als Ausgleich.

2. Grund: Zu nervös und unaufmerksam

Dass beim Einstellungstest eine gewisse Nervosität und Anspannung vorhanden ist, ist völlig normal. Immerhin ist der Einstellungstest eine wichtige Prüfung, die darüber entscheidet, ob es mit einer Ausbildung bei der Polizei klappt oder ob nicht. Andererseits ist der Einstellungstest kein Grund zur Panik. Die Polizei verlangt keine unmöglichen, übermenschlichen Leistungen! Es geht lediglich darum, die besten Kandidaten zu ermitteln – und dabei sind die Chancen für alle Bewerber gleich.

Besser machen Sie es so:

Bleiben Sie ruhig und arbeiten Sie die einzelnen Aufgaben zügig, aber konzentriert durch. Stellen Sie fest, dass Sie eine Frage nicht beantworten können, lassen Sie diese aus und machen Sie mit der nächsten Frage weiter. Wenn Sie sich lange mit einer Aufgabe beschäftigen, verlieren Sie nur unnötig Zeit. Außerdem werden Sie dadurch zunehmend nervös und in der Folge immer hektischer. Behalten Sie stets im Hinterkopf, dass Sie nicht alle Fragen richtig beantworten müssen, um den Test zu bestehen. Sie fahren eine gute Strategie, wenn Sie darauf achten, dass Sie die Aufgaben, die Sie lösen können, richtig und ohne Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsfehler beantworten. Hierzu gehört übrigens auch, die Fragestellungen und die Antwortmöglichkeiten genau zu lesen! Und: Bereiten Sie sich auf den Einstellungstest vor! Eine gute Vorbereitung wird Ihnen Sicherheit geben, so dass Sie in der Prüfungssituation sehr viel ruhiger sein werden.

3. Grund: Insgesamt zu schlecht abgeschnitten

Von den Bewerbern, die am Einstellungstest teilnehmen, wird am Ende nur rund jeder zehnte Kandidat auch wirklich eingestellt. Dies liegt aber nicht daran, dass alle anderen Bewerber den Einstellungstest nicht bestehen. Vielmehr ist es so, dass die erbrachten Leistungen nicht ausreichen, um im oberen Bereich der Rangliste zu landen. Beim Auswahlverfahren läuft es nämlich so: Für jeden Testbereich, den der Bewerber erfolgreich meistert, gibt es eine Note oder eine Punktzahl. Ist der Einstellungstest bestanden, werden die Ergebnisse aus den einzelnen Testbereichen zu einer Gesamtnote zusammengerechnet. Daraus wiederum wird eine Rangliste erstellt. Und je nachdem, wie viele Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen, werden die Bewerber mit den entsprechenden Platzierungen in der Rangliste eingestellt.

Für Sie heißt das:

Ihr Ziel sollte nicht nur darin bestehen, den Einstellungstest erfolgreich zu absolvieren. Stattdessen sollten Sie versuchen, Ihr Bestes zu geben, um möglichst gut abzuschneiden. Denn je weiter oben in der Rangliste Sie stehen, desto größer sind Ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz bei der Polizei.

Einstellungstest Polizei Durchfallquote: Woran die meisten Polizeibewerber scheitern

Bleibt noch die Frage, was eigentlich die größten Stolpersteine beim Einstellungstest sind. Immerhin ist die Durchfallquote sehr hoch, je nach Bundesland liegt sie bei stolzen 40 bis 80 Prozent. Dabei wird oft vermutet, dass die meisten Bewerber am Sporttest scheitern. Aber das ist erstaunlicherweise gar nicht der Fall. Zwar endet das Einstellungsverfahren für viele Bewerber mit dem Sporttest. Und hier ist es vor allem der sogenannte Cooper-Test, der den Bewerbern Probleme bereitet. Beim Cooper-Test müssen die Bewerber in zwölf Minuten so viele Runden wie möglich laufen. Gefragt ist also in erster Linie die Ausdauer. Tatsächlich ist für viele Bewerber aber schon weit vor dem Sporttest Schluss. Denn ein gutes Drittel aller Bewerber besteht den schriftlichen oder computergestützten Test nicht. Und die höchste Durchfallquote hier geht aufs Konto des Deutschtests. Es sind also gar nicht das Allgemeinwissen, Mathe, Technik oder Logikaufgaben, die den Bewerbern die größten Schwierigkeiten bereiten, sondern das Diktat, die Rechtschreibung und die Grammatik.

Ein weiterer großer Knackpunkt ist die polizeiärztliche Untersuchung. Bei vielen Bewerbern, die bis hierhin alle Hürden im Auswahlverfahren erfolgreich gemeistert hatten, sind die gesundheitlichen Voraussetzungen für den Polizeidienst einfach nicht gegeben. So bringt der medizinische Check erstaunlich oft Allergien, Asthma, rheumatische Erkrankungen, Probleme mit dem Knochen- und Bewegungsapparat oder andere Krankheitsbilder ans Licht.

Woran die meisten Polizeibewerber scheitern

Die berühmt-berüchtigten und oft gefürchteten Persönlichkeitstests hingegen sind für viele Bewerber kein Problem. Gleiches gilt für das Vorstellungsgespräch. Insgesamt scheitern die Testteilnehmer also weniger an den Testbausteinen, auf die sie sich nur bedingt vorbereiten können. Zwar lassen sich auch die Persönlichkeitstests, die Gruppendiskussionen und Rollenspiele sowie das Vorstellungsgespräch mit Beispielaufgaben üben. Welche Fragen genau gestellt werden und wie die jeweiligen Prüfer die erbrachten Leistungen und gegebenen Antworten letztlich beurteilen, lässt sich aber kaum vorhersagen. Trotzdem werden für den Großteil der Bewerber nicht die eher schwierigen Testbausteine zu den unüberwindbaren Hürden – sondern der Deutschtest, der PC-Test und der Sporttest. Doch gerade diese Testbausteine lassen sich sehr gut trainieren!

Im Umkehrschluss und positiv ausgedrückt, heißt das für Sie:

Mit einer guten und gezielten Vorbereitung ist der Einstellungstest durchaus zu schaffen! Wenn Sie die einzelnen Testmodule durcharbeiten, werden Sie schnell feststellen, wo Ihre Schwachstellen sind. Hier können Sie ansetzen und üben. Damit sind Sie dann, wenn der große Tag kommt, bestens gewappnet.