
Die Besoldung bei der Polizei ist gesetzlich geregelt.
Polizeihauptkommissare sind in Besoldungsgruppe A 11 oder A 12 eingestuft, Erste Polizeihauptkommissare in A 13. Bei der Kriminalpolizei gilt dieselbe Zuordnung: Kriminalhauptkommissare A 11 oder A 12, Erste Kriminalhauptkommissare A 13. Die Tabelle zeigt alle Dienstgrade vom Polizeimeister (A 7) bis zum Leitenden Polizeidirektor (A 16). Wie viel Geld hinter einer Besoldungsgruppe steht, legt jedes Land in seiner eigenen Besoldungstabelle fest.
| Schutzpolizei | Kriminalpolizei | Besoldungsgruppe |
|---|---|---|
| Mittlerer Dienst | ||
| Polizeimeister | Kriminalmeister | A7 |
| Polizeiobermeister | Kriminalobermeister | A8 |
| Polizeihauptmeister | Kriminalhauptmeister | A9 |
| Gehobener Dienst | ||
| Polizeikommissar | Kriminalkommissar | A9 |
| Polizeioberkommissar | Kriminaloberkommissar | A10 |
| Polizeihauptkommissar | Kriminalhauptkommissar | A11/A12 |
| Erster Polizeihauptkommissar | Erster Kriminalhauptkommissar | A13 |
| Höherer Dienst | ||
| Polizeirat | Kriminalrat | A13 |
| Polizeioberrat | Kriminaloberrat | A14 |
| Polizeidirektor | Kriminaldirektor | A15 |
| Leitender Polizeidirektor | Leitender Kriminaldirektor | A16 |
Vom Dienstgrad zum Gehalt
Die Besoldungsgruppe ergibt sich aus Laufbahn und Dienstgrad. Innerhalb einer Gruppe entscheidet die Erfahrungsstufe über den genauen Betrag. Weil die Polizei Ländersache ist, gibt es 16 Landesbesoldungstabellen, dazu die Bundesbesoldung für die Bundespolizei auf Grundlage des Bundesbesoldungsgesetzes. Dieselbe Besoldungsgruppe ist deshalb je nach Land unterschiedlich hoch. Die aktuellen Beträge finden Sie in den Besoldungstabellen des dbb für jedes Land.
Zum Grundgehalt kommen je nach Land und Lebenslage weitere Bestandteile: die Polizeizulage, ein Familienzuschlag bei Ehe oder Kindern und Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten, etwa nachts oder an Sonn- und Feiertagen. Ihre Höhe regelt ebenfalls das jeweilige Besoldungsrecht.
Erfahrungsstufen: wann das Gehalt automatisch steigt
Innerhalb der Besoldungsgruppe steigen Sie mit den Dienstjahren in höhere Erfahrungsstufen auf. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel geschieht das in den ersten Jahren im Zwei-Jahres-Takt, später alle drei und zuletzt alle vier Jahre. Andere Länder und der Bund verwenden ähnliche Stufenmodelle mit abweichenden Abständen.
Beförderung: der größere Sprung
Deutlich mehr als eine Erfahrungsstufe bringt die Beförderung in den nächsten Dienstgrad, etwa vom Polizeioberkommissar zum Polizeihauptkommissar. Ob und wann sie kommt, hängt von freien Planstellen und von der dienstlichen Beurteilung ab. Der Wechsel in eine höhere Laufbahn, etwa vom gehobenen in den höheren Dienst, setzt zusätzlich eine weitere Ausbildung oder ein Studium voraus.
Sterne auf der Schulter: welcher Dienstgrad, welche Besoldung
Die Sterne auf den Schulterstücken zeigen den Dienstgrad und damit indirekt die Besoldungsgruppe:
- Silberne Sterne stehen für den gehobenen Dienst: ein Stern Polizeikommissar (A 9), zwei Sterne Polizeioberkommissar (A 10), drei Sterne Polizeihauptkommissar (A 11 oder A 12).
- Goldfarbene Sterne stehen für den höheren Dienst: ein Stern Polizeirat (A 13), zwei Polizeioberrat (A 14), drei Polizeidirektor (A 15), vier Leitender Polizeidirektor (A 16).
- Im mittleren Dienst tragen Polizeimeister zwei, Polizeiobermeister drei und Polizeihauptmeister vier blaue Sterne.
Die Länder weichen im Detail ab. So tragen Polizeihauptkommissare in A 12 in einigen Ländern vier silberne Sterne, und auch das Abzeichen des Ersten Polizeihauptkommissars ist nicht einheitlich geregelt.
Netto: warum Beamte weniger abgeben
Polizeibeamte zahlen Lohnsteuer, aber keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Ihre Gesundheitsversorgung läuft in vielen Ländern über die Heilfürsorge des Dienstherrn. Bei gleichem Brutto bleibt deshalb mehr netto übrig als bei Angestellten. Wie groß der Unterschied ist, hängt von Land, Steuerklasse und Familienstand ab.
