Sportprüfung der Polizei in Schleswig-Holstein

Beim Sporttest der Schleswig-Holsteiner Polizei absolvieren Sie eine Art Hindernislauf in der Halle.

Über ein Längspferd springen, über einen Stufenbarren klettern und eine Rolle vorwärts auf einer Turnmatte machen. Das Ganze mehrere Runden lang und möglichst schnell. – Der Sporttest im Auswahlverfahren der Polizei Schleswig-Holstein besteht zwar nur aus einer Übung. Doch die ist ganz schön anstrengend! 

Wir erklären Ihnen, was Sie zur Sportprüfung der Schleswig-Holsteiner Polizei wissen sollten. Und geben Ihnen Tipps für Ihre Vorbereitung. 

Sporttest Polizei Schleswig-Holstein: das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Sportprüfung steht am ersten Tag des Auswahlverfahrens an. Sie ist für alle Bewerber, unabhängig von der Laufbahngruppe, gleich.
  • Der Sportleistungstest besteht aus einem Lauf durch einen Hindernisparcours mit vier Stationen.
  • Auf dem Parcours müssen Sie möglichst schnell viereinhalb Runden absolvieren.
  • Sie haben den Sporttest bestanden, wenn Sie die Höchstzeit nicht überschreiten.
  • Die Übung findet in der Sporthalle statt.

Die Schleswig-Holsteiner Polizei stellt Bewerber in die Laufbahngruppe 1.2 und die Laufbahngruppe 2.1 ein. Sie können somit entweder als Polizeiobermeister-Anwärter in den mittleren Dienst oder als Polizeikommissar-Anwärter in den gehobenen Dienst einsteigen. Die Ausbildung beginnt alljährlich im August. Im Februar gibt es einen zweiten Einstellungstermin. Und bei der Landespolizei des Bundeslandes Schleswig-Holstein haben Sie die Wahl zwischen der Schutzpolizei, der Kriminalpolizei und der Wasserschutzpolizei.

Doch bevor es soweit ist und Sie Ihre Ausbildung beginnen können, müssen Sie erst einmal das sogenannte Eignungsauswahlverfahren meistern. Dieses Verfahren umfasst verschiedene Bausteine. Dazu gehört auch ein Sporttest. Und um den sportlichen Teil des Einstellungstests soll es in diesem Beitrag gehen.

Der Einstellungstest der Landespolizei Schleswig-Holstein

Nachdem Sie Ihre Bewerbung eingereicht haben, prüft die Polizei, ob Sie die formalen Einstellungsvoraussetzungen erfüllen. Außerdem schaut sich die Polizei Ihre Schulnoten in den Fächern Deutsch, Englisch, Wirtschaft/Politik und Sport an. Passt alles, werden Sie nach Eutin eingeladen. Hier findet nämlich der Eignungstest statt. Das Auswahlverfahren dauert zwei Tage, die aber nicht direkt hintereinander folgen.

Der Einstellungstest für die Laufbahngruppe 1

Haben Sie sich für den mittleren Dienst beworben, beginnt Ihr Auswahlverfahren am ersten Testtag mit der schriftlichen Prüfung. Der schriftliche Einstellungstest besteht aus einem Diktat und einem Intelligenzleistungstest. Haben Sie den schriftlichen Teil geschafft, geht es mit dem Sportleistungstest weiter.

Ist der erste Testtag gut gelaufen, werden Sie einige Zeit später zum zweiten Testtag eingeladen. Am zweiten Tag steht die mündliche Prüfung auf dem Programm. Hinter der mündlichen Prüfung verbirgt sich ein Vorstellungsgespräch. Danach folgt die polizeiärztliche Untersuchung. Durch die ärztliche Untersuchung soll geklärt werden, ob Sie aus gesundheitlicher Sicht für den Polizeiberuf geeignet sind.

Der Einstellungstest für die Laufbahngruppe 2

Möchten Sie in den gehobenen Dienst der Schleswig-Holsteiner Polizei einsteigen, beginnt Ihr Einstellungstest ebenfalls mit dem schriftlichen Teil. Dabei umfasst der schriftliche Einstellungstest drei Bausteine, nämlich

  • einen Sprach- und Bildungstest, bei dem es um die Themenfelder Deutsch, Politische Bildung sowie Natur und Technik geht,
  • einem Diktat und
  • einem Intelligenzleistungstest.

Nach dem schriftlichen Test geht es weiter in die Sporthalle. Hier nehmen Sie an der Sportprüfung teil.

Haben Sie alle Tests am ersten Tag bestanden, werden Sie zum zweiten Testtag eingeladen. Der zweite Abschnitt des Auswahlverfahrens beginnt für Sie mit einem Kurzreferat. Dabei halten Sie einen gut fünf Minuten langen Vortrag über ein Thema aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft/Politik oder Natur und Technik. Anschließend folgt das Vorstellungsgespräch. Den Abschluss des Einstellungstests bildet die Untersuchung durch den Polizeiarzt.

Das Prinzip des Auswahlverfahrens

Die Schleswig-Holsteiner Polizei wählt ihre Bewerber nach dem Prinzip der Bestenauslese aus. Das heißt: Beim Einstellungstest müssen Sie jeden einzelnen Abschnitt bestehen. Nur wenn Ihre Leistungen beim jeweiligen Einzeltest ausreichend sind, nehmen Sie an der nächsten Prüfung teil. Andernfalls scheiden Sie direkt aus dem weiteren Auswahlverfahren aus. Haben Sie beispielsweise beim Diktat mehr als zehn Fehler gemacht, ist der Einstellungstest für Sie beendet. Den Intelligenzleistungstest und die Sportprüfung machen Sie dann nicht mehr mit. Andersherum ist Ihre Note umso besser, je besser Ihre Leistungen waren. Das ist für Ihre Platzierung in der Rangliste wichtig.

Ausführliche Informationen zum Einstellungstest der Polizei in Schleswig-Holstein haben wir in einem eigenen Beitrag für Sie zusammengestellt. Auf der Internetseite der Polizei finden Sie ein PDF, das die Bewerbungsvoraussetzungen und das Auswahlverfahren ebenfalls beschreibt. Wir nehmen uns jetzt aber den Sporttest vor…

Der Sporttest der Polizei Schleswig-Holstein

Nach den schriftlichen Tests am ersten Prüfungstag machen Sie sich zusammen mit den anderen Bewerbern auf den Weg in die Sporthalle. Hier findet nämlich der Sportleistungstest statt. Er ist für Bewerber beider Laufbahnen gleich.

Als Sportprüfung hat die Schleswig-Holsteiner Polizei einen Hindernisparcours für Sie vorbereitet. Diesen Parcours müssen Sie so schnell wie möglich durchlaufen. Dabei begegnen Ihnen vier Stationen.

1. Station: Längspferd

Nachdem Ihnen der Prüfer das Startkommando gegeben hat, laufen Sie los. An der Stirnseite kommen Sie dann zur ersten Station. Hier steht quer zu Ihrer Laufrichtung ein 110 cm hohes Pferd. Dieses Pferd müssen Sie überwinden. Dafür können Sie eine Hand auf dem Pferd ablegen und das Sportgerät mit einer Flanke überspringen. Genauso können Sie aber auch Ihren Oberkörper auf dem Pferd ablegen.

2. Station: Stufenbarren

An der Längsseite kommen Sie anschließend zum Stufenbarren. Auch der Stufenbarren steht quer zur Laufrichtung. Der vordere Holm ist auf 130 cm bei Frauen und auf 140 cm bei Männern eingestellt. Der hintere Holm hat bei Frauen eine Höhe von 170 cm und bei Männern von 180 cm. Unter dem Stufenbarren liegt eine rund 30 cm hohe Weichbodenmatte. Den Stufenbarren überwinden Sie so:

  • Zuerst tauchen Sie unter dem vorderen Holm durch.
  • Dann richten Sie sich zwischen den beiden Holmen auf.
  • Anschließend müssen Sie aus der Mitte heraus über den hinteren Holm springen. Das geht am besten, wenn Sie sich mit jeder Hand an einem Holm festhalten und hochziehen. Wenn Sie nun ein Bein auf dem unteren Holm abstellen und sich damit abdrücken, können Sie Ihre Beine über den hinteren Holm ziehen. Reicht Ihre Kraft so nicht aus, können Sie den oberen Holm auch mit beiden Händen greifen, während Sie sich vom unteren Holm abdrücken. 

Beim Stufenbarren geht es also darum, dass Sie unter dem vorderen, unteren Holm durchlaufen und anschließend in Laufrichtung über den hinteren, oberen Holm klettern.

3. Station: Längspferd

Nach dem Stufenbarren steht an der zweiten Stirnseite des Parcours erneut ein Pferd bereit. Wie schon bei der ersten Station müssen Sie das Pferd als Hürde überwinden.

4. Station: Turnmatte

Die vierte und letzte Station an der zweiten Längsseite ist eine Turnmatte. Hier führen Sie eine Rolle vorwärts aus. Ob Sie dabei eine Turnerrolle, eine Flugrolle oder eine Judorolle machen, ist egal.

Polizei Schleswig Holstein Sportprüfung

Während Sie Ihre Runden über den Parcours drehen, legen Sie eine Strecke von rund 400 Metern zurück.

Der Ablauf

Beim Sporttest durchlaufen Sie den Parcours insgesamt viereinhalb Mal. Sie drehen also nicht nur eine Runde. Stattdessen starten Sie zwischen der Turnmatte und dem Pferd. Dann laufen Sie vier Runden, bei denen Sie alle vier Stationen passieren. Wenn Sie zum vierten Mal an der Turnmatte waren, springen Sie ein letztes Mal über das erste Pferd und laufen zum Stufenbarren weiter. Sobald Sie zum fünften Mal über den Stufenbarren geklettert und auf der Weichbodenmatte gelandet sind, wird Ihre Zeit gestoppt.

Wann habe ich die Sportprüfung bestanden?

Damit Sie den Sporttest bestehen, müssen Sie die viereinhalb Runden auf dem Parcours möglichst schnell hinter sich bringen. Was heißt möglichst schnell? Sie haben bestanden, wenn Sie

  • als Frau höchstens 2:30 Minuten und
  • als Mann höchstens 2:50 Minuten

brauchen.

Wie schwer ist der Sporttest bei der Polizei in Schleswig-Holstein?

Auf den ersten Blick sieht der Parcours, den Sie beim sportlichen Eignungstest der Schleswig-Holsteiner Polizei vor sich haben, nicht allzu schwierig aus. Und tatsächlich sind die Aufgaben an den Stationen für sich genommen auch wirklich machbar. Aber es gibt zwei Kleinigkeiten, die die Sportprüfung zur echten Herausforderung machen.

Der erste Punkt ist die Distanz. Immerhin durchlaufen Sie den Parcours in viereinhalb Runden. Eine Runde ist knapp 90 Meter lang. Damit kommen Sie beim Sporttest auf eine Strecke von rund 400 Metern. Der zweite Punkt ist die Zeit. Sie können den Lauf nicht gemütlich angehen oder zwischendurch das Tempo rausnehmen. Stattdessen müssen Sie eigentlich von Anfang bis Ende Gas geben. Sonst schaffen Sie die Prüfung in der vorgegebenen Zeit nicht. Insgesamt entspricht die Belastung damit einem Sprint über 400 Meter.

Sie sollten den sportlichen Leistungstest also auf keinen Fall unterschätzen oder auf die leichte Schulter nehmen. Der Parcours ist auch für einen trainierten und sportlichen Bewerber anstrengend. Bereiten Sie sich deshalb auf den Sportteil des Einstellungstests vor! Ein paar Tipps dafür geben wir Ihnen gleich.

Zuvor aber noch etwas anderes.

Vielleicht fragen Sie sich, was eigentlich die Idee hinter dem Parcours ist. Nun, die Polizei möchte wissen, wie es bei Ihnen mit Dingen wie Ausdauer, Schnelligkeit und Geschicklichkeit aussieht. Und das hat seinen guten Grund.

Wenn Sie Ihren Dienst als Polizist versehen, werden Sie immer mal wieder in die Situation kommen, dass Sie einem flüchtenden Tatverdächtigen hinterherlaufen müssen. Oder dass Sie über ein Hindernis klettern müssen, um sich Zutritt zu einer Einssatzstelle zu verschaffen. In solchen Situationen müssen Sie einerseits schnell und geschickt reagieren und andererseits eine gute Kondition haben. Schließlich können Sie eine Verfolgungsjagd nicht nach wenigen Metern abbrechen, weil Sie außer Puste sind. Genauso wenig können Sie vor jeder kleinen Gartenmauer, jedem Baumstamm und jeder Absperrung stehen bleiben und erst einmal überlegen, wie Sie dort am besten drüber kommen. Denn Ihr Tatverdächtiger wäre dann schon längst über alle Berge und für ein Opfer könnte Ihre Hilfe zu spät kommen.

Letztlich simuliert der Sporttest also nur die Belastungen, denen Sie in ähnlicher Form auch im Polizeialltag ausgesetzt sein werden. 

Ihre Vorbereitung auf die Sportprüfung

Auch wenn Sie körperlich fit und sportlich aktiv sind, möchten wir Ihnen dringend ans Herz legen, gezielt für den Sportleistungstest zu trainieren. Denn der Parcours erfordert verschiedene Fähigkeiten, die möglicherweise nicht alle zu Ihrem üblichen Trainingsprogramm gehören. Dazu kommt, dass Sie beim Einstellungstest vermutlich nervös und etwas angespannt sein werden. Die besondere Prüfungssituation wird es Ihnen also nicht unbedingt leichter machen, Ihre Leistungen abzurufen.

Und bei der Schleswig-Holsteiner Polizei absolvieren Sie keinen Cooper-Test oder anderen Dauerlauf, der Ihnen die Möglichkeit gibt, erst einmal Ihren Rhythmus zu finden. Ebenso haben Sie nicht wie bei den Polizeien in anderen Bundesländern mehrere Übungen, durch die Sie nicht ganz so gute Leistungen bei einer Aufgabe durch eine andere Disziplin ausgleichen könnten.

Bei der Polizei Schleswig-Holstein haben Sie nur eine Übung und nur einen Versuch.

Außerdem sollten Sie bedenken, dass Sie bereits den schriftlichen Einstellungstest hinter sich haben, wenn die Sportprüfung an der Reihe ist. Sie sind somit schon seit einigen Stunden auf den Beinen und mussten sich gut konzentrieren. Es kann also durchaus sein, dass sich allmählich etwas Müdigkeit breit macht. Eine gute Kondition und verlässliche Energiereserven sind dann umso wichtiger.

Bereiten Sie sich also auf den Sporttest der Polizei vor. Und ein paar Tipps dafür geben wir Ihnen natürlich mit auf den Weg!

Gehen Sie regelmäßig laufen.

Ein Lauftraining ist eine optimale Grundlage für Ihre Vorbereitung auf den Sportleistungstest. Denn durch das Laufen arbeiten Sie effektiv an Ihrer Ausdauer. Das wird Ihnen übrigens nicht nur bei der Sportprüfung helfen, sondern auch bei der polizeiärztlichen Untersuchung zugute kommen. Denn für das Belastungs-EKG, das Ihre körperliche Belastbarkeit misst, brauchen Sie ebenfalls eine solide Kondition.

Aber zurück zum Sporttest. Ratsam ist, dass Sie dreimal pro Woche Laufeinheiten absolvieren und dazwischen jeweils zwei Tage Pause machen. Die Pausen sind wichtig, damit Ihr Körper die Belastungsreize verarbeiten und das Leistungsniveau konstant nach oben schrauben kann. Denn was passiert? Wenn Sie trainieren, setzen Sie Ihren Körper Belastungen aus. Ihr Körper reagiert darauf, indem er sich selbst leistungsfähiger macht. So sorgt er vor, falls er wieder eine vergleichbare Belastung bewältigen muss. Diese natürliche Körperreaktion ist für Sie das, was Sie mit dem Training erzielen wollen. Aber das wird eben nur funktionieren, wenn Sie ihrem Körper die Zeit geben, die Abläufe zu starten. Doch das heißt gleichzeitig auch, dass Sie rechtzeitig mit Ihrem Training anfangen sollten.

Kombinieren Sie Ausdauerläufe und Intervalltrainings.

Was das Lauftraining selbst angeht, fahren Sie gut, wenn Sie Ausdauerläufe mit Intervalltrainings mischen.

Für die Ausdauer bietet sich ein Lauf über eine halbe Stunde an. Je nachdem, wie fit Sie sind, sollte Ihr erstes Ziel sein, die Strecke komplett durchzulaufen. Dabei können Sie ruhig Pausen einlegen, in denen Sie zügig weitergehen. Wichtig ist nur, dass Sie nicht einfach stehenbleiben. Schaffen Sie die halbe Stunde im lockeren Lauf, können Sie anfangen, das Tempo anzuziehen. Dafür erhöhen Sie die Geschwindigkeit gegen Ende des Laufs. Später können Sie den Punkt, ab dem Sie schneller laufen, weiter nach vorne verlegen. Das Ziel ist, dass Sie die ersten 20 Minuten locker laufen und in den letzten zehn Minuten das Tempo deutlich steigern.

Beim Intervalltraining wechseln Sie Phasen, in denen Sie flott laufen, und Erholungsphasen, in denen Sie gehen, miteinander ab. Laufen Sie sich dafür zunächst gute zehn Minuten lang warm. Dann absolvieren Sie fünf schnelle Läufe über 200 Meter. Zwischen den Läufen gehen Sie jeweils zwei Minuten lang. Im weiteren Trainingsverlauf können Sie die Anzahl der Läufe bis auf zehn erhöhen. So arbeiten Sie effektiv an Ihrer Ausdauer und lernen gleichzeitig, sich Ihre Kraft einzuteilen.

Imitieren Sie den Sportleistungstest.

Auf der Internetseite der Schleswig-Holsteiner Polizei gibt es ein Video zum Sporttest. Eignen Sie sich die darin gezeigten Abläufe bei den Hindernissen an oder erarbeiten Sie sich Ihre eigene Methode. Gut wäre nur, wenn Sie eine Technik entwickeln, die Ihnen dabei hilft, die Sportgeräte bei der Sportprüfung gut und schnell zu überwinden. Fragen Sie deshalb auch ruhig beim örtlichen Sportverein oder in Ihrer Schule nach, ob Sie den Stufenbarren und das Pferd benutzen können. Optimal wäre natürlich, wenn Sie den Parcours nachstellen und viereinhalb Runden ausprobieren können. So bekommen Sie ein Gefühl für die Abläufe und die Belastung.

Haben Sie keine Möglichkeit mit den Sportgeräten vom Test zu trainieren, suchen Sie sich Alternativen. Ein Gartenzaun beispielsweise kann das Pferd imitieren, auf einem Klettergerüst auf dem Spielplatz können Sie die Übung vom Stufenbarren nachahmen.

Trainieren Sie abwechslungsreich.

Immer nur Laufeinheiten und ab und zu die Übungen von den Stationen bei der Sportprüfung wäre auf Dauer ganz schön eintönig. Damit Ihre Motivation nicht verloren geht und Sie alle Komponenten abgedeckt haben, die Sie für den Sporttest und später auch für den Polizeidienst brauchen, sollten Sie Abwechslung in Ihren Trainingsplan bringen.

  • Effektive Trainingsmethoden für die Kondition sind Schwimmen und Radfahren. Diese beiden Disziplinen bieten außerdem den Vorteil, dass sie für Ihre Gelenke schonender sind als das Laufen. Und es sind Muskelgruppen beteiligt, die beim Laufen außen vor bleiben.
  • Seilspringen ist eine Übung, die Ihre Geschicklichkeit schult.
  • Mit Hürdenläufen, Sprungläufen und Weitsprung können Sie an Ihrer Sprungkraft arbeiten.
  • Ein Hanteltraining bietet sich für den Muskelaufbau an. Haben Sie keine Hanteln, können Sie mit leeren Flaschen trainieren. Später können Sie den Schwierigkeitsgrad steigern, indem Sie die Flaschen zunehmend füllen. An Ihrer Bauchmuskulatur können Sie mit Sit-Ups arbeiten.
  • Liegestütze und Klimmzüge sind ein gutes Krafttraining. Um die Muskulatur in Ihren Armen zu stärken, können Sie sich außerdem rücklings vor einen Stuhl hocken, mit den Armen nach oben drücken und die Arme danach wieder beugen.

Und dann gibt es da noch eine Übung, mit der Sie sehr gut die Belastung beim schnellen Aufstehen nach der Rolle vorwärts trainieren können. Die Übung geht so: Sie gehen in Bauchlage oder in die Hocke. Aus dieser Position richten Sie sich auf und machen einen Strecksprung. Danach kehren Sie in die Ausgangsposition zurück. Diese Abfolge wiederholen Sie möglichst schnell hintereinander eine Minute lang. Damit verbessern Sie sowohl Ihre Geschicklichkeit als auch Ihre Bewegungsschnelligkeit.

Ein Tipp zum Schluss

Teilen Sie sich Ihre Energie gut ein, wenn Sie die Sportprüfung ablegen. Viereinhalb Runden auf dem Parcours können ganz schön lang werden. Wenn Sie gleich am Anfang mit voller Kraft starten, geht Ihnen gegen Ende möglicherweise die Puste aus. Versuchen Sie deshalb, einen guten Rhythmus zu finden. Starten Sie im Zweifel lieber etwas langsamer und setzen Sie in den letzten anderthalb Runden zu einem Schlussspurt an. Viel Erfolg!