Einstellungstest Polizei Bayern

Mit einer richtigen und nachhaltigen Vorbereitung bestehen Sie den Eignungstest der bayrischen Polizei.

Sie möchten in den Dienst der bayerischen Polizei einsteigen? Also haben Sie sich beworben und wurden zum Auswahlverfahren eingeladen? Dann wartet nun der zweitägige Einstellungstest der Polizei Bayern auf Sie!

Das Wichtigste zum Auswahlverfahren in Bayern auf einen Blick:

  • Der Einstellungstest findet bei der Bereitschaftspolizei in München und in Nürnberg statt.
  • Der Eignungstest dauert zwei Tage. Sie können kostenfrei vor Ort übernachten.
  • Der Einstellungstest umfasst sechs Prüfungs-Bausteine. Dazu zählen schriftliche und mündliche Einzelprüfungen, ein Sporttest und die polizeiärztliche Untersuchung.
  • Sie müssen jede Einzelprüfung bestehen. Andernfalls endet der Eignungstest für Sie vorzeitig.

Schützen, helfen, für Sicherheit sorgen, Straftaten verfolgen, ermitteln: Der Polizeiberuf hält jede Menge vielseitige, spannende und verantwortungsvolle Aufgaben bereit. Doch so abwechslungsreich der Polizeialltag ist, so herausfordernd ist er auch. Deshalb müssen Sie topfit sein, sowohl körperlich als auch geistig und mental. Und um herauszufinden, ob in Ihnen ein guter Polizist steckt, führt die bayerische Polizei ein umfangreiches Auswahlverfahren durch. Schließlich sagen allein Ihre Schulnoten, Ihr Lebenslauf, Ihre Herkunft oder Ihr Geschlecht nicht viel darüber aus, ob Sie den Anforderungen des Polizeivollzugsdienstes gewachsen sind. Die Polizei Bayern macht es deshalb anders: Wenn Sie sich bewerben, wird zunächst einmal überprüft, ob Sie einige grundlegende Einstellungsvoraussetzungen erfüllen. Ist das der Fall, werden Sie zum Einstellungstest eingeladen. Hier können Sie dann zeigen, was in Ihnen steckt. Schneiden Sie dabei gut ab, rücket eine Einstellung und damit eine Ausbildung bei der Polizei in greifbare Nähe. Und wie genau der Einstellungstest abläuft, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Die Einstellungsvoraussetzungen bei der bayerischen Polizei

Damit Sie bei der bayerischen Polizei anfangen können, müssen Sie ein paar formale Anforderungen erfüllt sein. Die Einstellungsvoraussetzungen sind die Grundlage dafür, dass Ihre Bewerbung überhaupt berücksichtigt werden kann. Dabei müssen Sie für einen Einstieg bei der Polizei in Bayern folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.
  • Sie sind mindestens 165 Zentimeter groß.
  • Am Tag Ihrer Einstellung sind Sie mindestens 17 und höchstens 30 Jahre alt.
  • Sie bringen einen mittleren oder höheren Schulabschluss mit oder Sie haben einen qualifizierenden Haupt- oder Mittelschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung.
  • Sie sind gesund und aus medizinischer Sicht für den Polizeidienst geeignet.
  • Sie haben keine Tätowierungen, die sichtbar sind oder unzulässige Motive zeigen. Sichtbar meint, dass Ihre Tattoos zu sehen sind, wenn Sie bekleidet sind. Eine Tätowierung auf dem Rücken wäre also in Ordnung, weil sie von der Kleidung bedeckt ist. Eine Tätowierung am Hals oder an den Händen hingegen geht nicht.
  • Sie sind nicht vorbestraft und leben in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen.

Diese grundlegenden Voraussetzungen gelten grundsätzlich für alle Bewerber. Was die deutsche Staatsbürgerschaft, die Körpergröße und das Alter angeht, sind aber Ausnahmen möglich. Am besten fragen Sie hierzu bei Ihrem Einstellungsberater nach.

Übrigens: Bei der Polizei Bayern wird nicht vom mittleren und gehobenen Dienst gesprochen. In Bayern heißen die Laufbahnen stattdessen Qualifikationsebenen, kurz QE. Der Eignungstest ist aber für alle Laufbahnen gleich.

Die Bewerbungsfristen

Die bayerische Polizei arbeitet mit zwei Einstellungsterminen pro Jahr. So beginnen die Ausbildungen im Polizeidienst einmal im März und einmal im September, jeweils am ersten Werktag des Monats. Und je nachdem, welchen Einstellungstermin Sie bevorzugen, muss Ihre Bewerbung bis zu einem bestimmten Stichtag vorliegen. Reichen Sie Ihre Bewerbung später ein, kann sie erst wieder für den nächsten Einstellungstermin berücksichtigt werden. Für Sie bedeutet das, dass Sie folgende Bewerbungsfristen einhalten müssen:

EinstellungsterminBewerbung bis
Anfang März30. April des Vorjahres
Anfang September31. Oktober des Vorjahres

Die Prüfungstermine und Prüfungsorte

In Bayern führt die Polizei ihr Eignungsverfahren ganzjährig durch. Der Test dauert zwei Tage und findet entweder bei der I. Bereitschaftspolizeiabteilung in München oder bei der IV. Bereitschaftspolizeiabteilung in Nürnberg statt.

Wenn Ihre Bewerbung angenommen wurde und Sie die formalen Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, bekommen Sie per E-Mail eine Einladung zur Teilnahme am Test. In der E-Mail werden Ihnen mehrere Prüfungstermine vorgeschlagen. Aus diesen Vorschlägen können Sie sich einen Termin aussuchen und online buchen. Außerdem erfahren Sie in der E-Mail natürlich, ob Sie in München oder in Nürnberg an der Prüfung teilnehmen.

Die Polizei versucht, den Standort auszuwählen, der Ihrem Wohnort näher ist. Je nachdem, wie viele Bewerber es gibt, klappt das aber nicht immer. Andererseits ist das nicht ganz so schlimm. Denn Sie können vor Ort bei der Bereitschaftspolizei übernachten. Die Unterkunft und die Verpflegung sind für Sie dann kostenfrei. Sie müssen sich für die Übernachtung vorher auch nicht anmelden.

Der Testablauf in Bayern

Der Einstellungstest der bayerischen Polizei setzt sich aus insgesamt sechs Bausteinen zusammen. Dabei werden die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, das logische Denkvermögen, die körperliche Fitness und Ihr Verhalten im Umgang mit anderen Personen getestet. Eine polizeiärztliche Untersuchung schließt den Einstellungstest ab. Wenn alles gut läuft, haben Sie beim Einstellungstest folgende Prüfungs-Bausteine vor sich:

Die Prüfungs-Bausteine beim Einstellungstest

Was sich hinter den einzelnen Bausteinen verbirgt, erklären wir gleich noch. Für Sie ist aber zunächst noch wichtig zu wissen, dass Sie jeden Prüfungsteil für sich meistern müssen. Reichen Ihre Leistungen bei einer Einzelprüfung nicht aus, ist der Test an dieser Stelle für Sie beendet. Schlimmstenfalls absolvieren Sie also gar nicht alle Prüfungs-Bausteine, sondern scheiden schon vorzeitig aus dem Auswahlverfahren aus.

1. Der Sprachtest

Den Anfang macht der Sprachtest, der zum schriftlichen Teil des Einstellungstests gehört. Er findet am Computer statt und dauert ungefähr 90 Minuten. Beim Sprachtest stehen Ihre Fähigkeiten im Umgang mit der deutschen Sprache auf dem Prüfstand. Dabei lösen Sie Aufgaben zur Rechtschreibung, zur Grammatik, zum Sprachverständnis und zur Ausdrucksfähigkeit.
Bei einem Teil der Fragen handelt es sich um Multiple-Choice-Aufgaben. Multiple-Choice-Aufgaben sind Aufgaben, bei denen Ihnen mehrere Antwortmöglichkeiten genannt werden. Und Sie müssen die richtige Antwort auswählen.

Daneben kommen beim Sprachtest Lückendiktate vor. Ein Lückendiktat funktioniert im Prinzip genauso wie ein normales Diktat. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Sie nicht den gesamten Text mitschreiben müssen. Stattdessen wird Ihnen der Text eingeblendet und Sie müssen nur die Lücken im Text auffüllen.

Ein weiterer Aufgabentyp, der beim Sprachtest auftauchen kann, sieht vor, dass Sie eigene Antworten formulieren müssen. Hier ist beispielsweise möglich, dass Ihnen bestimmte Wörter vorgegeben werden, aus denen Sie Sätze bilden sollen. Oder Ihnen werden Buchstaben, Wortanfänge oder Endungen genannt und Sie müssen entsprechende Wörter finden.

2. Der Grundfähigkeitstest

Haben Sie den Sprachtest erfolgreich hinter sich gebracht, geht es mit dem Grundfähigkeitstest weiter. Der Grundfähigkeitstest findet ebenfalls am Computer statt und dauert ungefähr 50 Minuten. Bei diesem Prüfungs-Baustein werden Fähigkeiten wie das logische Denkvermögen und die Merkfähigkeit, aber auch Ihre Bearbeitungsgeschwindigkeit getestet.

Die Aufgaben beim Grundfähigkeitstest sind größtenteils Multiple-Choice-Aufgaben. Dabei müssen Sie verschiedene Muster und Symbole erkennen, logische Verknüpfungen erstellen, Werte abschätzen oder Schlussfolgerungen ziehen. Dazu kommen Merkaufgaben, bei denen Sie sich erst Inhalte einprägen und dann Fragen dazu beantworten müssen. Außerdem stehen beim Grundfähigkeitstest Rechenaufgaben und Fragen zur Allgemeinbildung auf dem Programm.

Um den Sprachtest und den Grundfähigkeitstest zu bestehen, darf Ihre Leistung nicht schlechter sein als die Note 4,5. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, wenn Sie eine Aufgabe mal nicht lösen können oder Ihnen ein Fehler unterläuft. Gleiches gilt, wenn Sie nicht alle Aufgaben schaffen. Die Tests sind mit Absicht so konzipiert, dass Sie unter Zeitdruck kommen sollen. Bleiben Sie also ruhig und arbeiten Sie die Aufgaben zügig, aber konzentriert durch!

3. Der Sporttest

Nach den schriftlichen Prüfungsteilen am Computer geht es in der Sporthalle weiter. Beim Sporttest können Sie unter Beweis stellen, dass Sie auch körperlich das Zeug zum Polizisten haben. Bei der bayerischen Polizei umfasst der Sporttest fünf Übungen:

Springen über eine Kleinbank

Bei dieser Übung haben Sie eine Kleinbank vor sich, die 31 Zentimeter hoch und 34 cm breit ist. Sie stehen neben der Bank. Wenn Ihnen der Prüfer das Startsignal gibt, springen Sie beidbeinig über die Kleinbank, immer abwechselnd von einer Seite auf die andere und wieder zurück. Ihre Note ergibt sich daraus, wie viele Sprünge Sie innerhalb von 30 Sekunden schaffen.

Anzahl der Sprünge / Note123456
Frauen
über 4847 - 4342 - 3837 - 3433 - 30bis 29
Männerüber 5453 - 5049 - 4645 - 4241 - 38bis 37

Bankdrücken

Beim Bankdrücken liegen Sie rücklings auf einer Hantelbank. Ihre Aufgabe besteht nun darin, eine Langhantel nach oben zu drücken. Wie schwer die Langhantel ist, richtet sich nach Ihrem Körpergewicht. Bei Frauen beläuft das Hantelgewicht auf 45 Prozent des Körpergewichts, bei Männern auf 60 Prozent. Das Mindestgewicht der Hantel liegt aber auf jeden Fall bei 22,5 Kilogramm. Ihre Note ergibt sich aus der Anzahl der Ausführungen.

Note123456
Anzahl der Ausführungenüber 1918 - 1514 - 1110 - 76 -3bis 2

Pendellauf

Für den Pendellauf sind zwei Kleinbänke aufgestellt. Der Abstand zwischen den beiden Bänken beträgt zehn Meter und hinter jeder Bank liegt ein Seil. Vor dem Start stehen Sie hinter einer Kleinbank und haben ein Seil in der Hand. Nach dem Startkommando überspringen Sie die Kleinbank, sprinten zur anderen Kleinbank, überspringen diese, legen das Seil ab und greifen das andere Seil. Dann geht es wieder zurück zur anderen Kleinbank. Auch hier tauschen Sie das Seil aus. Die Strecke zwischen den beiden Kleinbänken müssen Sie insgesamt viermal zurücklegen. Je schneller Sie den Pendellauf schaffen, desto besser ist Ihre Note. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, können Sie die Übung einmal wiederholen. Es zählt dann der bessere Versuch.

Zeit in Sekunden / Note123456
Frauenbis 27,9 28 - 28,929 - 29,930 - 30,931 - 32,2über 32,3
Männerbis 24,925 -25,926 - 26,927 - 28,128,2 - 29,5über 29,6

Coopertest

Der sogenannte Coopertest ist ein Dauerlauf, der Ihre Ausdauer auf die Probe stellt. Sie laufen dazu zwölf Minuten lang Runden. Eine Runde ist 100 Meter lang. Für die Note zählt, wie viele Runden Sie geschafft haben. Gezählt werden aber nur die Runden, die Sie komplett vollständig gelaufen sind.

Gelaufene Runden / Note123456
Frauenab 252422 - 2320 - 2119unter 19
Männerab 2927 - 2825 - 2623 - 2422unter 22

Schwimmen

Nach den Übungen in der Sporthalle geht es für den letzten Teil der Sportprüfung in die Schwimmhalle. Hier müssen Sie eine Strecke von 100 Meter schwimmend zurücklegen. Sie starten dabei vom Startblock aus. Den Schwimmstil können Sie sich aussuchen und zwischendurch auch jederzeit wechseln. Entscheidend ist nur, dass Sie die Strecke schaffen. Für die 100 Meter haben Sie maximal 2:45 Minuten Zeit. Bleiben Sie innerhalb dieses Zeitlimits, haben Sie die Übung bestanden.

Beim Sporttest müssen Sie das Schwimmen meistern und beim Coopertest mindestens die Note 5 erreichen. Außerdem dürfen Sie höchstens eine Sportübung mit der Note 6 oder höchstens zwei Übungen mit der Note 5 abschließen. Die Note vom Sporttest fließt zwar nicht in Ihre Gesamtnote vom Einstellungstest ein. Aber die Note kann wichtig werden, wenn es um die Platzierung in der Rangliste geht.

Auf den Sporttest können und sollten Sie sich gut vorbereiten. Auf der Seite der bayerischen Polizei finden Sie Videos zu allen Übungen. Üben Sie die verschiedenen Disziplinen und trainieren Sie Ihre Ausdauer, Ihre Kraft und Ihre Schnelligkeit an Land und im Wasser!

4. Gruppendiskussion

Die Gruppendiskussion gehört zu den mündlichen Prüfungsteilen des Tests. Dazu bilden Sie gemeinsam mit vier bis acht weiteren Bewerbern eine Gruppe. Ihrer Gruppe wird dann ein Thema vorgegeben, über das Sie in der Gruppe diskutieren und zusammen eine Lösung erarbeiten sollen. Polizeiliches Fachwissen brauchen Sie für die Gruppendiskussion nicht. Denn durch die Diskussion soll in erster Linie überprüft werden, wie es um Ihre kommunikativen Fähigkeiten steht, wie Sie mit anderen Personen umgehen und wie gut Sie mit anderen zusammenarbeiten. Die Gruppendiskussion dauert ungefähr 45 Minuten. Ihre Leistungen bei der Gruppendiskussion werden mit einer Schulnote bewertet.

5. Bewerbungsgespräch

Nach der Gruppendiskussion folgt das Bewerbungsgespräch. Das Bewerbungsgespräch ist ein persönliches Gespräch, das Sie mit den Prüfern führen. Im Prinzip ähnelt es einem normalen Vorstellungsgespräch. Es geht also darum, Sie als Person kennenzulernen und etwas über Ihre Motivation zu erfahren. Außerdem interessiert sich die Polizei für Ihre Belastbarkeit und Ihre sozialen Kompetenzen. Sie haben natürlich ebenfalls die Möglichkeit, Ihre Fragen loszuwerden.

Das Bewerbungsgespräch dauert etwa 45 Minuten und wird als strukturiertes Interview durchgeführt. Strukturiertes Interview bedeutet, dass die Prüfer einen Fragenkatalog vor sich haben, den sie zusammen mit Ihnen durcharbeiten. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass allen Bewerbern exakt die gleichen Fragen gestellt werden. Außerdem können so die Antworten gut miteinander verglichen werden. Das ist deshalb wichtig, weil auch das Bewerbungsgespräch mit einer Schulnote bewertet wird und diese Note in Ihr Gesamtergebnis einfließt.

6. Polizeiärztliche Untersuchung

Haben Sie die schriftlichen Prüfungsteile, den Sporttest, die Gruppendiskussion und das Bewerbungsgespräch erfolgreich hinter sich gebracht, folgt zum Abschluss noch die polizeiärztliche Untersuchung. Der medizinische Check soll ermitteln, ob Sie aus gesundheitlicher Sicht für den Polizeivollzugsdienst geeignet sind. Und um das herauszufinden, beurteilt der Polizeiarzt

  • Größe und Gewicht,
  • die körperliche Verfassung im Allgemeinen,
  • die Sehkraft und das Hörvermögen,
  • die Herz-Kreislauf-Organe,
  • das Hormonsystem, den Stoffwechsel und die Blutwerte,
  • die Atmung,
  • die Haut,
  • den Haltungs- und Bewegungsapparat,
  • die Bauch- und Geschlechtorgane sowie
  • das Nervensystem und die Psyche.

Bringen Sie gesundheitliche Besonderheiten mit, ist Ihre Sehkraft beispielsweise eingeschränkt und tragen Sie deshalb eine Brille oder Kontaktlinsen, kann die polizeiärztliche Beurteilung schon im Vorfeld durchgeführt werden. Gibt der Polizeiarzt grünes Licht, können Sie am Einstellungstest teilnehmen. Bescheinigt Ihnen der Polizeiarzt hingegen keine Polizeidienst-Tauglichkeit, wissen Sie gleich, was Sache ist. So ersparen Sie sich die Enttäuschung, dass es am Ende nur an Ihrem Gesundheitszustand scheitert. Haben Sie Einschränkungen, besprechen Sie sich am besten mit Ihrem Einstellungsberater. Er kann Ihnen bei der weiteren Vorgehensweise helfen.

So wird Ihr Prüfungsergebnis berechnet

Haben Sie alle Einzelprüfungen erfolgreich gemeistert, wird Ihre Gesamtnote ermittelt. Und zwar so:


Aus den Gesamtnoten wird eine Rangliste erstellt. Und je besser Ihre Gesamtnote ist, desto weiter vorne stehen Sie in der Rangliste. Nun kann es aber passieren, dass mehrere Bewerber gleichgut abschneiden. In diesem Fall kommt die Note aus dem Sporttest ins Spiel. Sie wird wie folgt gebildet:


Haben mehrere Bewerber die gleiche Gesamtnote erreicht, entscheidet die Note aus der Sportprüfung über die Platzierung in der Rangliste.

Warum ist die Platzierung überhaupt wichtig?

Ob Sie eine Zusage bekommen, hängt von Ihrer Platzierung in der Rangliste ab. Denn die Ausbildungsplätze werden in der Reihenfolge der Rangliste vergeben. Stellt die Polizei beim jeweiligen Einstellungstermin beispielsweise 50 Bewerber ein, bekommen die Bewerber eine Zusage, die die ersten 50 Plätze in der Rangliste belegen. Sagt einer dieser Bewerber ab, rückt der nächstplatzierte Kandidat nach. Andersherum heißt das aber auch: Es reicht nicht, wenn Sie den Einstellungstest nur bestehen. Stattdessen sollte Ihr Ziel sein, möglichst gut abzuschneiden. Denn je besser Ihre Leistungen sind, desto größer sind die Chancen, dass es mit einem Ausbildungsplatz klappt. Investieren Sie deshalb etwas Zeit in die Vorbereitung! Üben Sie die schriftlichen Testteile, spielen Sie die mündlichen Abschnitte durch und bringen Sie Ihre Fitness auf Vordermann. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete!

6 Fragen zum Schluss

Sie wissen nun, was Sie beim Eignungstest der Polizei erwartet. Vielleicht fragen Sie sich jetzt aber noch, wann Sie erfahren, wie Sie abgeschnitten haben. Oder wann Sie mit einer Zusage rechnen können. Oder was Sie tun können, wenn Sie durchgefallen sind. Diese Fragen beantworten wir Ihnen natürlich auch!

Wann bin ich durchgefallen?

Beim Einstellungstest müssen Sie jeden einzelnen Prüfungsteil bestehen. Erreichen Sie die Mindestleistungen nicht, endet das Eignungsverfahren für Sie vorzeitig. Scheitern Sie bei einer Einzelprüfung, nehmen Sie bei den weiteren Prüfungs-Bausteinen also nicht mehr teil. Und insgesamt sind Sie durchgefallen, wenn Sie

  • ohne Entschuldigung erst gar nicht erscheinen.
  • einen Prüfungsteil schlechter als mit der Schulnote 4,5 abschließen.
  • bei zwei oder mehr Sportübungen die Note 6 oder bei drei oder mehr Sportübungen die Note 5 bekommen.
  • die Schwimmübung nicht schaffen.
  • beim Coopertest mit der Schulnote 6 abschneiden.

Wann erfahre ich meine Note beim Einstellungstest?

Welches Ergebnis Sie erzielt haben, erfahren Sie sofort. Haben Sie den Einstellungstest bestanden, bekommen Sie ein Zeugnis, in dem Ihr Prüfungsergebnis steht. Sind Sie durchgefallen, erhalten Sie eine Bescheinigung über Ihre Teilnahme.

Wann wird mir mitgeteilt, ob ich eingestellt werde?

Die Einstellungszusagen richten sich nach der Rangliste. Direkt im Anschluss an den Test steht die endgültige Rangliste aber noch nicht fest. Denn Sie kann erst dann erstellt werden, wenn alle Bewerber für den jeweiligen Einstellungstermin am Einstellungstest teilgenommen haben. Außerdem müssen manchmal noch ärztliche Befunde eingeholt und ausgewertet werden. Deshalb müssen Sie sich ein wenig gedulden. Ob es geklappt hat, teilt Ihnen die Polizei

  • im Oktober oder November mit, wenn Sie sich für den Einstellungstermin im darauffolgenden März bzw.
  • im April oder Mai mit, wenn Sie sich für den Einstellungstermin im September

beworben haben. Sie erfahren also rund ein halbes Jahr vorher, ob Sie schon bald in Ihre Karriere als Polizist starten können.
Eine Ausnahme gibt es aber: Haben Sie beim Einstellungstest besonders gut abgeschnitten und sind auch sonst alle anderen Voraussetzungen erfüllt, können Sie sich direkt über eine Einstellungszusage freuen.

Kann ich den Einstellungstest wiederholen?

Wenn Sie durchgefallen sind, können Sie den Eignungstest bis zu zweimal wiederholen. Gleiches gilt, wenn Sie mit Ihren Leistungen nicht zufrieden sind und sich verbessern möchten. Bei der ersten Wiederholung können Sie selbst entscheiden, ob Sie den gesamten Einstellungstest oder nur bestimmte Prüfungsteile noch einmal absolvieren wollen. Allerdings ist eine Prüfungswiederholung erst für den nächsten oder übernächsten Einstellungstermin möglich. Für den Einstellungstermin, für den Sie sich ursprünglich beworben hatten, können Sie den Einstellungstest nicht noch einmal ablegen.
Wiederholen Sie die Einstellungsprüfung zum zweiten Mal, müssen Sie an allen Einzelprüfungen teilnehmen. Dabei ist eine zweite Prüfungswiederholung frühestens nach zwei Jahren möglich. Weitere Infos zu den genauen Bedingungen und Abläufen bei einer Prüfungswiederholung bekommen Sie von Ihrem Einstellungsberater.

Ist der Einstellungstest bei der bayerischen Polizei schwer?

Ob der Einstellungstest schwer ist oder nicht, lässt sich pauschal nicht sagen. Er ist zwar zweifelsohne anspruchsvoll. Das liegt daran, dass Sie in vielen verschiedenen Bereichen getestet werden. Wie schwer Ihnen die einzelnen Prüfungsteile fallen werden, ist letztlich aber subjektiv. So kann es gut sein, dass Sie die Aufgaben als ziemlich leicht empfinden. Genauso ist jedoch möglich, dass Sie bestimmte Prüfungsteile vor größere Herausforderungen stellen. Doch insgesamt ist der Einstellungstest machbar! Immerhin bestehen jedes Jahr zahlreiche Bewerber das Auswahlverfahren und sichern sich so einen der begehrten Ausbildungsplätze bei der bayerischen Polizei. Und: Sie können sich gezielt auf den Test vorbereiten. Machen Sie sich mit den einzelnen Prüfungsteilen vertraut, spielen Sie das Testverfahren durch und arbeiten Sie an den Bausteinen, die Ihnen schwerer fallen. Üben Sie mit Musteraufgaben und versuchen Sie, das Schema hinter den verschiedenen Aufgabentypen zu verstehen. Je besser Sie vorbereitet sind, desto mehr Routine haben Sie und desto weniger kann schiefgehen. Noch ein Tipp für den Sporttest: Ideal ist, wenn Sie Ihre Vorbereitung so gestalten, dass Ihre Leistungen etwa 20 Prozent besser sind als gefordert. Dadurch schaffen Sie sich einen Leistungs-Puffer.

Wie stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz bei der Polizei in Bayern?

Wie gut die Chancen auf eine Einstellung stehen, hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst einmal spielt natürlich eine Rolle, wie viele Ausbildungsplätze für Ihren Einstellungstermin überhaupt zur Verfügung stehen und wie viele Bewerbungen dafür eingehen. Auf die Ausbildungsplätze haben dann aber alle Bewerber exakt die gleichen Chancen. Denn die Polizei entscheidet nicht nach Kriterien wie Zeugnisnoten, Herkunft oder Geschlecht. Stattdessen zählen Ihre Leistungen beim Einstellungstest. Je besser Sie dabei abschneiden, desto besser ist Ihre Platzierung in der Rangliste. Und wenn Sie einen der vorderen Plätze belegen, ist ziemlich wahrscheinlich, dass es mit der Einstellung klapt und Sie Ihre Ausbildung bei der Polizei Bayern starten können.