Polizei in Brandenburg: Vorstellungsgespräch mit Rollenspiel

Aktualisiert am 24. September 2022 von Ömer Bekar

Infos zu Vorstellungsgespräch Polizei in Brandenburg

Das Vorstellungsgespräch der Polizei in Brandenburg umfasst ein Rollenspiel und ein Interview.

Bei der Polizei in Brandenburg können Sie sich entweder für eine Ausbildung im mittleren Dienst oder für ein Studium im gehobenen Dienst bewerben. Erfüllen Sie die formalen Voraussetzungen für eine Einstellung, werden Sie zum Auswahlverfahren eingeladen. In verschiedenen Tests und Prüfungen zeigt sich dann, ob Sie den Anforderungen gerecht werden können, die der Polizeidienst mit sich bringt.

Ob Streifendienst, Bereitschaftspolizei, Kripo, Hubschrauberstaffel oder Spezialeinheit: Die Polizei des Landes Brandenburg hat nicht nur vielfältige Aufgabenbereiche, sondern bietet auch entsprechend vielseitige Berufsmöglichkeiten. Allerdings ist der Polizeiberuf anspruchsvoll. Nicht jeder Bewerber, der gerne zur Polizei möchte, bringt die notwendige Eignung mit.

Um aus der Vielzahl der Bewerber die richtigen Nachwuchskräfte herauszufiltern, führt die Brandenburger Polizei ein umfangreiches Auswahlverfahren durch. Es verteilt sich auf zwei Tage und gliedert sich in mehrere Abschnitte. Einer der Bausteine ist ein persönliches Auswahlgespräch. Und das Vorstellungsgespräch bei der Polizei in Brandenburg schauen wir uns in diesem Beitrag einmal näher an.

Das Auswahlverfahren der Polizei in Brandenburg

Der erste Schritt auf Ihrem Weg zu einer Karriere als Polizist/-in im Land Brandenburg ist Ihre Bewerbung. Diese können Sie online über das Karriereportal der Brandenburger Polizei einreichen.

Sind Ihre Unterlagen vollständig und erfüllen Sie die formalen Einstellungskriterien, lädt Sie die Polizei zum Auswahlverfahren ein. Die Auswahlprüfung findet auf dem Gelände der Hochschule in Oranienburg statt und verteilt sich auf zwei Tage. Für welche Laufbahn Sie sich beworben haben, macht keinen Unterschied. Das Verfahren für den mittleren und den gehobenen Dienst ist gleich.

Erster Prüfungstag

Der Einstellungstest beginnt mit einem sogenannten psychologischen Messverfahren. Dabei handelt es sich um einen computergestützten Eignungstest, der ungefähr 90 Minuten dauert. Bei diesem Test bearbeiten Sie Aufgaben aus verschiedenen Bereichen. Dazu zählen allgemeines Wissen, logisches Denken, Merkfähigkeit und Konzentrationsvermögen.

Haben Sie den PC-Test bestanden, folgt ein Diktat. Auch das Diktat schreiben Sie am Computer.

Die nächste Etappe ist der Sporttest. Er umfasst sechs Disziplinen. Dabei testen die Übungen im Wesentlichen Ihre Körperkraft, Ihre Schnelligkeit, Ihre Geschicklichkeit und Ihre Ausdauer.

Sie erfahren nach jedem Einzeltest, wie Sie abgeschnitten haben. Reichen Ihre Leistungen nicht aus, haben Sie die jeweilige Prüfung und damit den gesamten Einstellungstest nicht bestanden. Das Auswahlverfahren ist dadurch für Sie beendet.

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Zweiter Prüfungstag

Haben Sie alle Tests am ersten Tag erfolgreich gemeistert, steht am nächsten Tag die ärztliche Untersuchung auf dem Programm. Die Untersuchung ist notwendig, um festzustellen, ob Sie aus gesundheitlicher Sicht für den Polizeidienst geeignet sind. Dazu testet der polizeiärztliche Dienst unter anderem Ihr Hör- und Sehvermögen sowie Ihre Lungenfunktion. Eine allgemeine körperliche Untersuchung, ein EKG und ein Drogentest gehören ebenfalls dazu.

Die letzte Hürde, die Sie danach noch nehmen müssen, ist das Einzelgespräch.

Das Vorstellungsgespräch bei der Polizei in Brandenburg

Natürlich möchte die Brandenburger Polizei Sie auch persönlich kennenlernen. Das Bewerbungsgespräch soll den Prüfern einen Eindruck von Ihrer Persönlichkeit, Ihrem Auftreten und Ihren kommunikativen Fähigkeiten vermitteln. Außerdem soll es Erkenntnisse über Ihre berufliche Motivation liefern. Und nicht zuletzt soll es bei der Einschätzung helfen, ob Sie im Staatsdienst richtig aufgehoben sind und eine gute Ergänzung für das Team sein könnten.

Dabei gliedert sich das Vorstellungsgespräch bei der Polizei Brandenburg in zwei Teile. Den Anfang macht ein Rollenspiel. Danach folgt ein Interview.

Das Rollenspiel

Nachdem die Prüfer Sie hereingebeten und Sie Platz genommen haben, stellen sie sich kurz vor. Außerdem erläutern sie Ihnen, wie das Gespräch ablaufen wird. Anschließend findet ein Rollenspiel statt.

Das Rollenspiel können Sie im Prinzip als eine Mischung aus einer situativen Frage und der sogenannten Postkorbübung vorstellen.

Das bedeutet: Die Prüfer schildern Ihnen eine fiktive Situation. Dabei kann es sich um eine Situation aus dem alltäglichen Leben oder aus dem polizeilichen Dienstalltag handeln. Es wird aber eine Szenerie sein, in die Sie sich gut hineinversetzen können. Einer der Prüfer schlüpft in die Rolle Ihres Mitspielers.

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Ihre Aufgabe besteht darin, die Situation zusammen mit Ihrem Mitspieler abzuarbeiten. Die Prüfer achten darauf, wie Sie auftreten, wie Sie kommunizieren und wie Sie mit Ihrem Mitspieler umgehen.

Sind Sie kooperativ? Können Sie sich schnell einen Überblick verschaffen? Treffen Sie kluge Entscheidungen? Gelingt es Ihnen, das Problem zu erkennen und auf eine Lösung hinzuarbeiten? Bleiben Sie höflich und souverän? All das sind Aspekte, die in die Beurteilung einfließen.

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Das Interview

Ist das Rollenspiel beendet, stellen Ihnen die Prüfer einige Fragen. Dabei ist die Fragerunde wie ein strukturiertes Interview angelegt. Die Prüfer haben also eine Liste mit Fragen vorbereitet, die sie nacheinander mit Ihnen durchgehen.

Der vorbereitete Fragenkatalog stellt sicher, dass alle Bewerber die gleichen Fragen beantworten. Dadurch kann das Gespräch sachlich ausgewertet und eingeordnet werden. Insgesamt ist die Atmosphäre beim Vorstellungsgespräch der Polizei in Brandenburg aber nicht so steif und streng, wie es sonst mitunter bei einem standardisierten Einzelgespräch mit starrer Struktur der Fall ist.

Inhaltlich sind die Fragen mit den typischen Fragen eines Bewerbungsgesprächs vergleichbar. Es geht in erster Linie um Ihre Persönlichkeit, Ihren Werdegang und Ihre berufliche Motivation.

Selbstvorstellung

Zunächst werden die Prüfer Sie darum bitten, etwas über sich zu erzählen. Mit dieser Aufforderung ist aber nicht gemeint, dass die Prüfer Ihre Lebensgeschichte hören möchten. Auch eine mündliche Wiedergabe Ihres Lebenslaufs interessiert sie nicht.

Bei der Selbstpräsentation geht es darum, dass Sie auf den Punkt gebracht vermitteln, wer Sie sind und was Sie auszeichnet. Was sind die wichtigsten Stationen Ihres bisherigen Werdegangs? Welche Erfahrungen haben Sie geprägt? Welche Kenntnisse und Eigenschaften bringen Sie mit, die Ihnen auch als Polizeibeamter/-in zugutekommen werden?

Versuchen Sie, den Fokus auf Ihre Stärken zu lenken und einen roten Faden zu spinnen, der Sie zur Polizei führt. Viel länger als drei Minuten sollte Ihr Selbstpräsentation nicht dauern.

Fragen zur Motivation

Natürlich interessiert die Prüfer, warum Sie zur Polizei wollen. Neben Ihren Beweggründen möchten die Prüfer außerdem herausfinden, ob Sie sich mit dem Polizeiberuf auseinandergesetzt haben, sich die Arbeit realistisch vorstellen und sich über die Vor- und die Nachteile im Klaren sind.

Auch Ihr Wissen über die Aufgaben und Strukturen der Polizei, die Laufbahnen als Beamter im öffentlichen Dienst, die Polizeiausbildung und die Besonderheiten der Brandenburger Polizei ist für die Prüfer von Belang. Solche Inhalte ermöglichen nämlich eine Einschätzung davon, wie ernst Ihnen Ihr Berufswunsch tatsächlich ist.

Daneben ist Ihre Motivation im Allgemeinen ein Thema. Worin liegen Ihre Interessen? Was spornt Sie an? Wie lernwillig sind Sie? Wofür begeistern Sie sich? Sind Sie ehrgeizig? Welche beruflichen Ziele wollen Sie erreichen? Auch das sind Inhalte, auf die die Fragen der Polizei Brandenburg im Vorstellungsgespräch abzielen.

Biografische Fragen

Fragen zur Biografie nehmen Ihren bisherigen Werdegang ins Visier. Die Prüfer möchten aber nicht nur etwas darüber erfahren, welche Kenntnisse und Erfahrungen Sie in der Schule und bei Praktika, Jobs oder Ehrenämtern gesammelt haben. Stattdessen geht es auch um Ihre Persönlichkeit, Ihren Charakter und Ihr Sozialverhalten.

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Bei biografischen Fragen sollten Sie versuchen, möglichst konkret zu antworten. Erklären Sie also zum Beispiel nicht nur, dass Sie pflichtbewusst sind und im Freundeskreis als zuverlässig und hilfsbereit gelten. Sondern schildern Sie Situationen, in denen Sie diese Merkmale eingesetzt haben.

Möglich ist auch, dass die Prüfer verhaltensbezogene Fragen stellen. Dabei nennen sie ein Ereignis oder eine Erfahrung und bitten Sie um ein Beispiel. Welche Erfahrungen Sie mit Gruppenarbeit gemacht haben, was Sie wütend macht oder wie Sie sich bei Streit in Ihrem Freundeskreis verhalten, sind etwa mögliche Inhalte von verhaltensbezogenen Fragen. Ihre Antworten sollen Rückschlüsse liefern, wie Sie in bestimmten Situationen reagieren und weshalb auf diese Art.

Wissensfragen

Im Vorstellungsgespräch bei der Polizei in Brandenburg sollten Sie auch mit ein paar allgemeinen Wissensfragen rechnen. Darin kann es zum Beispiel um das aktuelle Zeitgeschehen, gesellschaftliche Entwicklungen, das Land Brandenburg, Deutschland oder die freiheitlich-demokratische Grundordnung gehen.

Wissensfragen sollen zum einen aufzeigen, wie es um Ihre Allgemeinbildung steht und ob Sie verfolgen, was um Sie herum geschieht. Zum anderen sind solche Fragen aber auch ein kleiner Test.

Hintergrund dazu ist, dass persönliche Ansichten zu Themen wie Politik, Religion und Weltanschauung keinen Einfluss auf die polizeiliche Arbeit haben dürfen. Als Polizist/-in sind Sie an Recht und Gesetz gebunden. Welche Auffassung Sie selbst vertreten, darf sich nicht auf Ihr Handeln als Gesetzeshüter auswirken. Belassen Sie es deshalb bei sachlichen Antworten.

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